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Commerzbank bietet vollwertige Kundenzeitschrift im Internet

Autor: Armin J. Noll

Commerzbank Journal – dieser Name steht seit 17 Jahren für kompetenten, nutzwertorientierten Finanzjournalismus, der weit über reine Produktempfehlungen hinausgeht. Bis vor gut einem Jahr waren die exklusiv recherchierten Inhalte des Kundenmagazins lediglich einem eingeschränkten Kreis von Commerzbank Kunden zugänglich, die das gedruckte Magazin vierteljährlich erhalten haben.

Seit Sommer 2003 ist das Commerzbank Journal die vollwertige, elektronische Kundenzeitschrift der Commerzbank im Internet. In Zeiten, in denen Anbieter vermehrt dazu übergehen, für Online-Inhalte Geld zu verlangen, setzt die Commerzbank ein Zeichen und bietet ihr Magazin kostenlos für alle an. Dazu gibt es einen E-Newsletter, der regelmäßig über die aktuellen Themen, Gewinnspiele und andere interessante Nachrichten informiert.

Dass das Konzept aufgeht, zeigt nicht zuletzt auch der BCP-Award in Gold, den der eMail-Newsletter beim diesjährigen Wettbewerb der Kommunikationsbranche (Zeitschriften Acquisa, W&V und Horizont) gewann.

Erste Erfahrungen mit den neuen Medien
Abonnenten des E-Newsletter können sich zwischen einer HTML-Version und einer Text-Version entscheiden. 60 Prozent der Abonnenten beziehen den Newsletter in der HTML-Version, 40 Prozent die Text-Version.

 Die große Herausforderung bestand zunächst in der Generierung von Newsletter-Abonnenten. Bank und Dienstleister haben sich hier für die kundenfreundlichste Variante entschieden: das Double Opt-in-Verfahren. Hierbei erhält der Abonnent nach seiner Anmeldung eine Bestätigungs-Mail mit der Aufforderung, sein Abo zu verifizieren. Erst wenn der Abonnent seine Anmeldung in dieser Form bestätigt hat, werden seine Daten in den Verteiler aufgenommen. Damit wird unter anderem verhindert, dass ein Dritter die Anmeldung missbräuchlich veranlassen kann. Klarer Vorteil dieses Verfahrens: Was die aktuelle Rechtsprechung gegen Spam-Mails angeht, ist der Herausgeber auf der sicheren Seite. Er kann davon ausgehen, dass die Abonnenten mit dem Empfang des E-Newsletter einverstanden sind.

Doch wie steht es um die zusätzliche Hürde, die das Double-Opt-in-Verfahren aufstellt? Wie viele Abonnenten schicken die Bestätigungs-Mail aus Bequemlichkeit oder Unkenntnis nicht zurück, schließen den Abonnement-Prozess also nicht ab? Die Erfahrungen aus dem ersten Jahr zeigen ein positives Bild: Weniger  als 1 Prozent der Abonnenten (HTML- und Text-Version) schickten die Bestätigungs-Mail nicht zurück.

Ein wesentlicher Faktor, diesen Verlust so klein wie möglich zu halten, ist die absolute Klarheit, Einfachheit und Übersichtlichkeit der eingesetzten Dialogformulare. Es werden nur wenige Daten in Pflichtfeldern abgefragt: Anrede (Herr/Frau), Vor- und Nachname sowie eMail-Adresse. Alle anderen Angaben (zum Beispiel Anschrift oder Telefonnummer) kann der Abonnent freiwillig eintragen.

 Gewonnene Abonnenten sind treue und intensive Nutzer

Zwischen 40 Prozent und 50 Prozent liegt die Öffnungsquote real (bezogen auf die tatsächlichen Empfänger, nicht auf die Adressaten) des Newsletter Commerzbank Journal aktuell. Die Netto-Klickrate (bezogen auf die Leser, also auf alle, die den Newsletter geöffnet haben) liegt bei 40 bis 50 Prozent. Zu den Top-Links gehören neben dem in jedem Newsletter integrierten Gewinnspiel vor allem Finanz-, Immobilien- und Vorsorgethemen.

Zum Hintergrund

Das neue Konzept der elektronischen Kundenzeitschrift im Internet soll den Kreis der Leser des Commerzbank Journal erweitern. Um alle Kunden der Commerzbank und potenziell alle anderen Interessierten an den hochwertigen Artikeln teilhaben zu lassen, beschreitet die Bank gemeinsam mit dem Kasseler Corporate Publishing-Dienstleister Publikom Z neue Wege in der Unternehmenskommunikation und setzt dabei konsequent auf Online-Kommunikation.

Die Vorteile eines Online-Magazins liegen auf der Hand:

Die Anzahl der Adressaten stark zu erhöhen ist bei einem Print-Produkt wegen der hohen Produktions- und Vertriebskosten nicht finanzierbar. Das Internet in Kombination mit einem E-Newsletter hingegen ermöglicht den gewünschten Ausbau der Kundenkommunikation.

Die rasanten Entwicklungen in der Finanzwelt erfordern von einem Magazin, das sich zum Ziel gesetzt hat, den Leserinnen und Lesern Service-Texte zu bieten, eine aktuelle Berichterstattung. Diese Anforderung kann ein Online-Magazin weitaus besser erfüllen als ein vierteljährlich erscheinendes Print-Produkt.

Weiterer Vorteil: Per Klick ist der Zugriff auf bereits erschienene themenverwandte Beiträge oder auf weiterführende Informationen möglich.

Auch die Kontaktaufnahme zur Redaktion bei Publikom Z gestaltet sich für die Leserinnen und Leser auf elektronischem Weg günstiger und schneller.

Knapp 90 Prozent der Leserschaft – so interne Zahlen der Bank – verfügen über einen Zugang zum Internet. Aktuelle Untersuchungen (zum Beispiel eine Studie der Forschungsgruppe Wahlen) zeigen zudem, dass die Internet-Affinität gerade unter älteren Menschen stark ansteigt.

All dies sind stichhaltige Argumente dafür, Online-Medien den ihnen gebührenden Platz in der Unternehmenskommunikation einzuräumen.



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