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Dr. Schwarz Consulting
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eMail-Marketing-Forum.de ist eine Initiative von Absolit

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Landing Page - die Homepage verkaufsstark gestalten
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Eine E-Mail-Marketing-Kampagne besteht nicht nur aus dem E-Mailing bzw.
einem E-Mail-Newsletter, sondern auch
aus den Webseiten mit weiterführenden Inhalten, auf die die Links in
dem E-Mailing oder Newsletter verweisen. Ziel einer solchen Landing
Page ist eine hohe Konversionsrate.
Konzept der Landing Pages
Ein klassisches Post-Mailing ist in der Regel in sich komplett, denn es
enthält alle Bestandteile der jeweiligen Kampagne. Diese sind
gewöhnlich
- das personalisierte Anschreiben an den Empfänger des Mailings
- ein Faltblatt, Prospekt oder Katalog, in dem das Angebot des Mailings
vorgestellt wird
- ein Response-Element wie zum Beispiel eine Antwort-Postkarte oder ein
Fax-Bestellformular, damit der Empfänger einfach und schnell reagieren
kann
Im Gegensatz dazu besteht eine E-Mail-Marketing-Kampagne gewöhnlich
nicht nur aus dem E-Mailing bzw. einem E-Mail-Newsletter, sondern auch
aus den Webseiten mit weiterführenden Inhalten, auf die die Links in
dem E-Mailing oder Newsletter verweisen.
Der Grund für dieses "Zerlegen" der Kampagne in zwei Komponenten ist
folgender: Würde das E-Mailing bereits alle Inhalte enthalten, wie es
bei einem Post-Mailing der Fall ist, würde es dadurch extrem
umfangreich und die jeweilige E-Mail-Datei entsprechend groß.
Umfangreiche E-Mails werden von den Empfängern nur ungern ganz zu Ende
gelesen, weil das Lesen am Bildschirm die Augen viel stärker ermüdet
als das Lesen auf Papier. Aus diesem Grund teilt man den Inhalt einer
E-Mail-Marketing-Kampagne auf, indem nur die wichtigsten Informationen
oder Teaser im E-Mail stehen und auf alles Weitere per Link verwiesen
wird. Die Links in den E-Mails führen gewöhnlich auf die Website des
Anbieters und setzen die in dem E-Mailing angeschnittenen Themen fort,
vertiefen die Informationen und/oder erlauben die Bestellung der im
E-Mailing vorgestellten Angebote.
Der Einfachheit halber können die in den E-Mailings verwendeten Links
auf bereits existierende Webseiten der Website des Anbieters verweisen,
die zum Inhalt des E-Mailings passen. Erfahrungen in den USA haben
jedoch gezeigt, dass sich die Ergebnisse (und Umsätze) aus
E-Mail-Marketing-Kampagnen signifikant (um den Faktor 2 bis 4)
verbessern lassen, wenn man für jeden Link eine spezielle Zielseite
entwickelt, statt eine bereits vorhandene Webseite zu verwenden.
Dieses Verfahren ist zwar nicht so bequem wie die Verwendung einer
bestehenden Webseite aus dem eigenen Internet-Angebot, doch der Einsatz
einer eigens entwickelten Zielseite hat folgende Vorteile: Die Seite
lässt sich inhaltlich und gestalterisch exakt auf die Situation des
klickenden Lesers zuschneiden, und sie kann direkt auf dessen Wünsche
eingehen und ihn "abholen", damit er sich möglichst schnell zu einer
Bestellung oder zu einem Kauf entschließt. Diese speziellen Zielseiten
bezeichnet man auch als "Landing Pages", also als "Landeseiten" für den
E-Mail-Leser.
Wie eine Landing Page aufgebaut sein sollte, hängt natürlich vom
inhaltlichen und gestalterischen Kontext ab, in dem sich der Link
befindet, der auf die Landing Page verweist. Wichtig ist, sich jeweils
in die Situation des Lesers hineinzuversetzen, um nachvollziehen zu
können, was der Leser durch den Klick auf den Link erreichen will: Wird
das Thema in der E-Mail nur angeschnitten (Teaser-Mail) und möchte der
Leser wissen, worum es genau geht? Enthält die E-Mail erste
Informationen, aber sind zum Verkaufsabschluss weiterführende
Informationen erforderlich? Oder konnte der Leser auf Grund der E-Mail
bereits eine Kaufentscheidung treffen und muss nur noch eine
Bestellseite präsentiert bekommen?
Unabhängig von diesen Überlegungen gibt es einige allgemein gültige
Empfehlungen:
Landing Pages dürfen nicht mit Informationen und Texten überladen sein,
sondern nur die wirklich relevanten Inhalte enthalten. Grundlegende
Erläuterungen, die nur für Erstkäufer wichtig sind, sollten über einen
Hilfe-Button auf eine eigene Webseite ausgelagert werden, damit
Wiederholungskäufer und Stammkunden von diesen Informationen nicht
abgelenkt werden.
Wichtig ist auch, dass Impuls-Shopper, die sich schon zum Kauf
entschieden haben, direkt abgeholt werden. Diese sollten sich nicht
erst mühselig durch mehrere Ebenen der Website klicken müssen, um den
Bestellvorgang abzuschließen -- denn dann sind diese potenziellen
Käufer in der Regel verloren und ein verwaister Warenkorb bleibt zurück.
Aus diesem Grund sollten selbst Landing Pages, bei denen der Anbieter
davon ausgeht, dass der Leser noch zusätzliche Informationen abrufen
möchte, ein Bestellformular anbieten. Dieses Formular sollte schon so
weit wie möglich ausgefüllt sein, damit der Impulskäufer oder der
vorinformierte Kunde im Idealfall nur noch die Bestellmenge eintragen
und auf den Bestell-Button klicken muss.
Das Grundprinzip ist simpel: Es muss dem Kunden so einfach wie möglich
gemacht werden, beim Anbieter zu kaufen. Diese Empfehlung mag
vielleicht wie eine Binsenweisheit klingen, doch die Praxis zeigt
leider immer wieder, dass eine Technikabteilung oder -agentur, die
nicht durch Marketingdenken gesteuert wird, derart komplexe
Internet-Bestellvorgänge entwickeln kann, dass selbst erfahrene
Online-Shopper entnervt aufgeben.
Jeder Link, der auf eine Landing Page führt, sollte messbar sein, damit
sich feststellen lässt, wie viele E-Mail-Empfänger wie oft auf einen
bestimmten Link geklickt haben. Die Anzahl der Link-Klicks kann über
eine Protokolldatei ("Log File") auf dem Web-Server des Anbieters
gezählt werden, indem jeder Landing Page ein ganz bestimmter Dateinamen
zugewiesen und hinterher in der Protokolldatei nachgeprüft wird, wie
oft diese Datei aufgerufen wurde.
Noch besser ist es, wenn das E-Mail-Marketing-System, mit dem die
E-Mailings oder E-Mail-Newsletter versendet werden, in der Lage ist,
die Links in den E-Mails personenbezogen zu codieren, weil sich auf
diese Weise nicht nur feststellen lässt, wie oft auf einen bestimmten
Link geklickt wurde, sondern auch, wie viele verschiedene
E-Mail-Empfänger geklickt haben, und gegebenenfalls, welche Empfänger
geklickt haben.
Die Analyse der Klick-Daten kann wertvolle Hinweise liefern, mit deren
Hilfe sich die Landing Pages verbessern lassen. Wenn man beispielsweise
die Klickrate pro Link mit den tatsächlichen Bestellungen oder
Umsätzen, die über die jeweilige Landing Page erzielt werden,
vergleicht, lässt sich die Konvertierungsquote für die Link-Klicks (das
heißt, wie viel Prozent der Link-Klicks in Bestellungen konvertiert
werden können) oder der Wert für "Umsatz pro Klick" berechnen.
Der "Umsatz-pro-Klick"-Wert zeigt an, wie wertvoll ein
durchschnittlicher Link-Klick für den Anbieter ist und inwieweit sich
dieser Wert durch den Einsatz oder die Optimierung der Landing Pages
noch erhöhen lässt. Auf diese Weise lässt sich auch leicht ausrechnen,
welcher Aufwand bei der Gestaltung der Landing Pages noch lohnt und ab
wann der Grenznutzen erreicht ist.
Wer sich nicht sicher ist, ob eine Landing Page eher vertiefende
Informationen bieten oder den Leser per Bestell-Button direkt zum
Abschluss bewegen sollte, kann es einfach ausprobieren. Einer der
großen Vorteile von E-Mail-Marketing besteht in der Tatsache, dass sich
Tests schnell, einfach und preiswert umsetzen lassen.
Für einen Test müssen zwei unterschiedliche Landing Pages gestaltet
werden. Darauf hin wird die Mailingliste gesplittet und an die eine
Hälfte der Empfänger ein E-Mailing mit einem Link auf die erste Landing
Page, und an die andere Hälfte der Empfänger entsprechend ein E-Mailing
mit einem Link auf die zweite Landing Page gesendet. Wenn die
Link-Klicks und die erzielten Umsätze ausgewertet werden, weiß man, ob
der Softselling- oder der Hardselling-Ansatz der bessere war und kann
für die Zukunft entsprechend disponieren.
Unter Umständen kann es auch sinnvoll sein, die E-Mail-Empfänger in
Zielgruppen zu unterteilen und abhängig von den Zielgruppen
unterschiedliche Landing Pages zu verwenden. Dazu muss allerdings das
E-Mail-Marketing-System, das zum E-Mail-Versand verwendet wird, die
Links in den E-Mails abhängig von der jeweiligen Zielgruppe
individualisieren können.
Übrigens: Eine Alternative zu Landing Pages sind HTML-Mails, die
einstufig arbeiten, d.h. ohne eine zweite Komponente in Form der
Landing Page funktionieren. Diese einstufigen E-Mails enthalten bereits
als Response-Medium ein in die E-Mail integriertes Bestellformular. Im
Idealfall ist dieses Formular bereits auf Basis des jeweiligen
Empfängerprofils vorausgefüllt (zum Beispiel mit der Postadresse, einem
Bestell-Incentive, der Zahlungsart, etc.).
Der Vorteil der einstufig funktionierenden HTML-Mails ist, dass die
Empfänger direkt aus der E-Mail heraus bestellen können, ohne erst
umständlich die Website des Anbieters mit der Landing Page aufrufen zu
müssen, um dort ihre Bestellung aufzugeben. Weil der Kaufprozess in
diesem Fall nur aus einer einzigen statt mindestens zwei Stufen
besteht, ist die Response-Hürde folglich geringer. Es gibt allerdings
auch einen Nachteil dieses Verfahrens: Nicht jedes E-Mail-Programm kann
HTML-Mails mit integrierten Formularen fehlerfrei darstellen.
Martin Aschoff ist Gründer und Vorstand der Agnitas AG. Er hat
seit 1999 zahlreiche Fachartikel und ein Buch zum Thema
E-Mail-Marketing veröffentlicht sowie Vorträge zu diesem Thema
gehalten. Zuvor war Martin Aschoff Geschäftsführer zweier Verlage der
WEKA Firmengruppe und davor Geschäftsführer bei 1&1 Internet.
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