|
Mehrstufige E-Mailings
eines Handy-Online-Shops
Ein
wesentlicher Vorteil des
Marketinginstruments E-Mail ist die Effizienzsteigerung durch
Automatisierung.
So läuft die gesamte Adressverwaltung mit An- und Abmeldung direkt über
Internet. Noch interessanter jedoch ist die Automatisierung beim
Versenden
mehrstufiger E-Mail-Kampagnen.
Mehr Aufmerksamkeit durch individuelle
Newsletter
Ein
E-Mail-Service, bei dem der
Empfänger keinen Standard-Newsletter erhält, sondern sein eigenes
Programm
abonniert, sorgt für mehr Response. So haben sich E-Learning-Seminare
per
E-Mail bewährt: Direkt nach einem Kauf im Onlineshop beschreiben
automatisierte
Onlinekurse in wöchentlichen Intervallen erklärungsbedürftige Produkte
und
geben Tipps zur Verwendung.
Was bei
Printmailings nur mit
aufwändigem Digitaldruck realisiert werden kann, ist bei E-Mail
Standard:
Werbebotschaften lassen sich individuell an Interessen und Gefühlswelt
der
Empfänger anpassen. Abgestimmt auf das Alter des Empfängers enthalten
Mails
Bilder mit glücklichen jungen oder älteren Menschen. Die Texte werden
an die
jeweilige Lebenssituation angepasst.
Marketing-Automation: Mehrstufige
Kampagnen per E-Mail realisieren
Vorteil
der Kommunikation per
E-Mail ist die Automatisierung von Prozessen. So können zusätzliche
Umsätze mit
mehrstufigen Kampagnen erzielt werden, die auf die Auswertung des
Responseverhaltens aufbauen. Dazu soll in einem fiktiven Beispiel ein
Produkt
„Handytasche“ aus einem Onlineshop verkauft werden. Zuerst ist etwas
Vorarbeit
notwendig, um das Shopsystem an das E-Mail-Marketing-System anzubinden.
Diese
Anbindung überträgt nicht nur die Adressen der Bestandskunden, sondern
auch,
wer bereits eines der Produkte „Handy mit Vertrag“, „Handytasche“ oder
„Anderes
Handyzubehör“ erstanden hat.
Im ersten
Schritt soll zuerst
eine Eröffnungsmail die Nachfrage wecken und erste Umsätze generieren.
Wirklich
hoher Umsatz wird dann allerdings erst in gezielten Nachfassaktionen
erzielt.
Interessenten erhalten zunächst ein Angebot, bei dem Bilder und Inhalte
wie
oben beschrieben abgestimmt sind. Ein Link verweist direkt auf das
Angebot im
Shop.
Mit
Tracking-Techniken werden
Öffnungsrate und Klicks auf den Produktlink gemessen. Die
Empfänger-Reaktionen
„hat Mail geöffnet“ und „hat Produktlink angeklickt“ fließen direkt in
das
Empfängerprofil ein. Bestellaktionen kommen über die Shopintegration
ebenfalls
in das Profil.
Zehn Tage
nach Aussendung der
ersten E-Mail können folgende Empfängergruppen unterschieden werden:
Empfänger,
die
- gekauft
haben
- auf
den Produktlink geklickt, aber nicht gekauft haben
- die
Mail geöffnet, aber nicht auf den Produktlink geklickt haben
- die
Mail nicht geöffnet haben.
In der
zweiten „Welle“ der
Kampagne werden entsprechend der Gruppenzugehörigkeit angepasste
Inhalte
geliefert. Empfänger der Gruppe 1 haben gekauft und sind damit im
„Ziel“. Sie
erhalten keine zweite E-Mail, sondern erhalten den regelmäßigen
monatlichen
Newsletter, allerdings optimiert auf Handyprodukte.
Von der
Gruppe 2 kann vermutet
werden, dass Interesse besteht aber noch keine konkrete Entscheidung
getroffen
wurde. Mit etwas Aufmunterung kann hier noch nachgeholfen werden. Dazu
dient
ein Sonderangebot („Sonderrabatt bei Bestellungen bis zum ....“, „Nur solange Vorrat reicht!“).
Die
Mitglieder der dritten
Gruppe scheinen kein direktes Interesse an dem Produkt zu haben.
Möglicherweise
war der Nutzen des Produkts nicht deutlich genug. Hier wird noch einmal
gezielt
nachgefasst, auch durch Vorstellungen zusätzlicher Bilder mit
Mustervariationen.
Die
letzte Gruppe hat die
E-Mail entweder offline, gar nicht oder als Textmail gelesen. Bei
dieser Gruppe
ist eine Aussage schwierig. Deshalb werden sie behandelt wie die
Empfänger der
zweiten Gruppe, erhalten allerdings statt HTML eine Mail im Textformat
mit dem
Sonderangebot. Wichtig ist hier die Änderung der Betreffzeile, da diese
bisher
keinen Interesse weckenden Nutzenvorteil enthalten hat.
Nachfassaktionen
ohne
zusätzlichen Aufwand
Als
Ergebnis dieser
Nachfassaktion werden noch einige Empfänger zum Kaufziel geleitet.
Solche
mehrstufige Kampagnen inklusive der Inhalte und Zielgruppen können weit im Voraus komplett definiert
werden. Was bleibt, ist die Terminierung der Zeitpunkte für die
Versendungen,
danach können Sie sich entspannt zurücklehnen. Das ist das Interessante
am
E-Mail-Marketing: vieles kann automatisiert werden.
Autor:
Martin Bucher, Inxnet
|