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Microsoft-Spamfilter nutzt Ironport-Whitelist von Truste
Die eMail-Adressen von Microsofts Onlinediensten MSN und Hotmail werden zukünftig mit einer zentralen Whitelist vor Spam geschützt. Das "Bonded Sender Program" stammt vom eMail-Sicherheits-Spezialisten IronPort. Betrieben wird die Whitelist von der Non-Profit-Organisation Truste. Für die Zertifizierung sind eine Anmelde- und eine Jahresgebühr sowie eine Kaution fällig.

Ironport erstellt eine so genannte "White List", in die nur zertifizierte E-Mail-Großversender aufgenommen werden. Diese sollen vor Massensendungen zunächst so genannte Bonds hinterlegen, die Microsoft mit Strafbeträgen anzapfen will, falls sie gegen E-Mail-Regeln verstoßen und die Klagen von Empfängern einen gewissen Umfang annehmen. Die Kautionsbeträge sollen je nach monatlichem Mailvolumen zwischen 500 und etwa 4000 US-Dollar liegen. Whitelists können herkömmliche Filtersysteme oder Ausschlusslisten (Blacklists) überflüssig machen, wenn sich möglichst viele E-Mail-Dienste und Internet Service Provider (ISPs) daran beteiligten. Der Vorteil läge darin, dass Filtersysteme nicht mehr aufwendig konfiguriert werden müssen, da nur Mails von zertifizierten Massenversendern angenommen und alle anderen abgeblockt werden.  Ironport betreibt die Liste gemeinsam mit der gemeinnützigen Organisation TRUSTe, die die Zertifizierung übernimmt.

Das Problem: "False-Positives" - Spamfilter blockieren legitime E-Mails
Die Belästigungen durch Werbemüll und Reaktionen überaggressiver Spamfilter betreffen jeden. Unter „False positives“ versteht man legitime und gewünschte E-Mails, die von einem Spamfilter versehentlich blockiert und in einem Junk-Mail-Ordner abgelegt werden. Daraus resultiert, dass Kunden gewünschte E-Mails nicht erhalten, rechtmäßige Absender ihre Nachrichten nicht übermitteln können und Empfänger das Vertrauen in ihre Geschäftspartner verlieren.

Die Lösung: Eine zentrale Whitelist mit unabhängiger Zertifizierung

Bonded Sender ist ein Zertifizierungsprogramm für E-Mails. Absender, die am Bonded Sender Programm teilnehmen, verbessern die Zustellraten und können sich als Marke deutlich vom Wettbewerb absetzen. Auch ISPs und andere Empfänger von E-Mails profitieren von Bonded Sender. Zum einen, weil sie nicht mehr Gefahr laufen, rechtmäßige und gewünschte E-Mails ihrer Benutzer durch Anti-Spam-Maßnahmen versehentlich zu löschen und zum anderen, weil die Kosten zur Verwaltung einer Absender-Whitelist verringert werden. Bonded Sender funktioniert wie eine herkömmliche DNS-Blacklist, nur eben umgekehrt. Empfänger können entweder die schlanken „Plug-ins“ für allgemeine Software-Pakete unter herunterladen oder mehrere Spamfilter einsetzen, die bereits Bonded Sender standardmäßig nutzen.

E-Mail-Versender verbessern ihre Zustellrate

Kommerzielle Absender, die einen vollständig ausgefüllten Online-Antrag einreichen, werden im Hinblick auf die Einhaltung definierter Standards zertifiziert. Im Anschluss daran werden die IP-Adressen der Mailserver, die zum E-Mail-Versand eingesetzt werden, in die Bonded Sender Whitelist aufgenommen. E-Mail-Empfänger leiten Nachrichten von Absendern, die am Bonded Sender Programm teilnehmen, an den Spamfiltern vorbei - mit dem Ergebnis, dass legitime E-Mails auch im Posteingang der Empfänger landen.

http://www.bondedsender.com/

 
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