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Obi: Qualität statt Quantität bei Newsletter-Abonnenten

Interview mit Lars Biewald

Um die Frequenz der Kunden nicht nur auf der eigenen Website, sondern auch in den Filialen zu erhöhen, setzt OBI auf effektives eMail-Marketing. So heißt die Devise: Nicht um jeden Preis einen Newsletter-Abonnenten gewinnen, sondern qualifizierte Kunden auf besondere Angebote und spezielle Aktionen hinzuweisen.


Welche Ziele verfolgen Sie mit Ihren Webseiten?
Im Mittelpunkt all unserer Aktivitäten steht der Kunde. Diesen versorgen wir mit allen gewünschten Informationen und Produkten.

Über welche Kanäle bewegen Sie Interessenten dazu, Ihre Website zu besuchen?

Wir nutzen sämtliche für die Unternehmenskommunikation zur Verfügung stehenden Kanäle, um auf unser Online-Angebot hinzuweisen. Das reicht vom Briefpapier über TV und Radio bis hin zu allen Beilagen. Besonders interessant ist der Verweis auf das Internet, wenn es einen konkreten Anlass gibt: So konnten Sie bei uns die in einer Aktion beworbenen Fahrräder gleich vorbestellen, damit Sie sich nicht umsonst auf den Weg machen. Wir haben das sowohl telefonisch wie auch per Internet angeboten - die meisten haben das Internet genutzt.

Welche Rolle spielt bei Ihnen eMail-Marketing und was sind die Inhalte und Zielgruppen Ihres Newsletters?
eMail ist für uns ein wichtiges Medium, um direkt mit Kunden zu kommunizieren. Drei Dinge finden Sie in unserem Newsletter. Erstens kommunizieren wir auf diesem Weg Neuigkeiten auf der Website. Wir erhöhen damit die Frequenz auf der Website, aber auch in den Filialen. Meist sind es zwei bis drei Tipps sowie ein Produkt, das wir vorstellen. Zweitens haben wir die Erfahrung gemacht, dass unsere Gewinnspiele sehr, sehr gefragt sind. Wie auch von anderen Anbietern bestätigt gilt die Regel: Je einfacher und je höher der Gewinn, desto erfolgreicher. Die Klickraten sind enorm, was aber auch einleuchtet, da unsere Tipps oder Produkte ja immer nur eine spezielle Zielgruppe ansprechen, während ein Gewinnspiel für jeden interessant ist. Einmal haben wir ein SMS-Gewinnspiel mit Premiumnummer veranstaltet, das sich als der große Renner entpuppte. Drittens haben wir in unserem Newsletter auch konkrete Produktangebote, die direkt bei Obi@Otto bestellt werden können.

Wie groß ist Ihr Verteiler heute und was tun Sie um ihn zu vergrößern?
Im Moment liegen wir im sechsstelligen Bereich und wir tun alles, um zu wachsen. So konnten Sie uns zum Beispiel Ideen zum Muttertag senden oder ein Foto des Schneemanns Ihrer Kinder und bei dieser Gelegenheit holen wir auch die Einwilligung zum Bezug des Newsletters ab. Außerdem gibt es auf allen unseren Webseiten unten einen Hyperlink auf den Newsletter. Demnächst werden wir versuchen, auch noch eine regionale Zuordnung zu bekommen. Auf der Bestätigungsseite können Sie dann Ihre Adresse angeben und bekommen dann unseren Katalog zugeschickt.

Sie arbeiten mit Double-Opt-In. Verzichten Sie da nicht auf viele Abonnenten?
Natürlich gibt es eine ziemliche Anzahl von Abonnenten, die den Bestätigungslink nicht drücken und die wir somit nicht anschreiben können. Das tun wir aber bewusst so, um Zufalleinträge aus einer schnellen Laune heraus vom Verteiler fernzuhalten. Lieber ein guter Verteiler als mit allen Mitteln mehr Adressen gewinnen. Jede Adresse verursacht schließlich auch Kosten.

Gibt es Kriterien anhand derer Sie die Qualität Ihrer eMail-Adressen bewerten können?
Ja, für uns zählt die Öffnungsrate und die Klickrate. Wer den Newsletter wirklich will, der öffnet auch und klickt die Angebote auch an. Daneben messen wir die Qualität natürlich anhand der Rückläufer und anhand der Abmelderate.

Wie sind die Öffnungs-, Klick- und Abbestellraten? Wie ist der Trend? Gibt es Unterschiede bei den jeweiligen Zielgruppen?
Unsere Öffnungs- und Klickraten sind überdurchschnittlich gut, was sicher daran liegt, dass wir nur Abonnenten gewinnen, die unseren Newsletter auch wirklich wollen.

Haben Sie Erfahrungen mit angemieteten Adressen?
Ja, wir haben auch dies getestet, wobei beispielsweise die Öffnungsraten nur ein Fünftel derer unseres eigenen Newsletters betrugen. Sinnvoll ist der zusätzliche Einsatz von Fremdadressen, wenn in einer konkreten Region zum Beispiel zu wenige eigene Adressen vorhanden sind.
  
Wie sind Ihre Erfahrungen im Einsatz von Suchmaschinen zu Gewinnung von Newsletterabonnenten?
Wir verwenden Suchmaschinenmarketing, um Interessenten auf unsere Homepage zu bewegen, nicht aber, um sie zu Newsletter-Abonnenten zu machen. Dies würde die Qualität unserer Adressen verwässern. 

Was unternehmen Sie, um Newsletterabonnenten zu einer Reaktion zu veranlassen?
Wie schon gesagt, sind es Gewinnspiele und auch unsere SMS-Aktion, die Klicks bringen. Daneben verwenden wir auch Coupons, die dazu dienen, Interessenten in die Filialen zu bringen und hier auch konkret den Erfolg des Newsletters zu überprüfen.

Welche Erfahrungen haben Sie mit unterschiedlichen Betreffzeilen?
Die Betreffzeile ist bei uns konstant, damit der Empfänger weiß, von wem er diesen Newsletter erhält. Bei Standalone-E-Mails mit angemieteteten Adressen haben wir Vergleiche gemacht und festgestellt wie wichtig das Vertrauen in die Marke Obi für die Öffnungsrate ist.

Wie lang sind Ihre eMails und welche Inhalte sind gefragt?
Wir haben meist fünf bis sechs Meldungen. Gewinnspiele und spezielle saisonale Themen ziehen am meisten. Das Layout spielt übrigens keine Rolle, wir haben einmal drei verschiedene Layouts gegeneinander getestet und fanden keine signifikanten Unterschiede.
 
Wie ermitteln Sie die optimale Frequenz für Ihre eMails?
Monatlich ist bei uns die richtige Frequenz. Demnächst werden wir testen, inwieweit auch ein zweiwöchentlicher Versand möglich ist.

Welche Einsatzfelder des Kommunikationsinstruments eMail könnten in Zukunft an Bedeutung gewinnen?
Regionale Angebote werden im Newsletter zukünftig wichtiger. Ein weiterer Trend sind RSS-Feeds, da manche Nutzer aus Angst vor Viren und Spam statt eines Newsletters lieber diese Form der regelmäßigen Information bevorzugen.







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