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| Wie erreiche ich
die Zielgruppe 50plus per eMail |
Autor:
Alexander Wild
- Sieben Goldenen Regeln für die Email Ansprache der Traumzielgruppe –
"Ich mache mir lieber ein schönes Leben statt immer nur zu sparen." So
charakterisiert nach einer Untersuchung der Gesellschaft für
Konsumforschung (GfK) in Nürnberg knapp die Hälfte der über 50-Jährigen
ihr Konsumverhalten.
Zur Zeit sind in Deutschland 28 Millionen Menschen 50 Jahre und älter.
Sie bilden die am stärksten wachsende Gruppe der Bevölkerung. Eine
Traumzielgruppe: Die „Generation 50 plus“ hat ein höheres frei
verfügbares Einkommen als alle Jüngeren.
Die „neuen Alten“ sind internetaffin: Schon etwa 30 Prozent der über
50-Jährigen surfen im Netz – im Jahr 2005 werden es 50 Prozent sein.
Das ergibt ein Potential von 14 Millionen Usern die per Email erreicht
werden können.
Für Unternehmen wird diese Bevölkerungsgruppe immer wichtiger. Ihr Geld
geben Senioren gern für sich selbst aus: Reisen und Wellness stehen
ganz oben auf der Liste ihrer Interessen, darüber hinaus auch
Konsumgüter von Autos über Möbel bis zu High-Tech-Geräten
einschließlich Computern.
Senioren nutzen das Internet, um zu konsumieren und ihr Leben zu
genießen. Hier setzt Feierabend.de an: Die 1998 gegründete
Online-Community ist mit 70.000 Mitgliedern die größte deutschsprachige
Internet-Plattform für Senioren. Das kostenlose Angebot wird über
Werbung finanziert.
Feierabend war eine der ersten Internet Communities überhaupt und setzt
bereits seit dem Start im Jahre 1998 auf personalisierte Email
Ansprache zur Kundenbindung.
Das Feierabend Team weiß genau, was Senioren vom Internet erwarten und
in welchem Tonfall sie angesprochen werden wollen. Man kennt ihr
Lernverhalten und ihren Umgang mit dem Computer ebenso wie ihre
Sehgewohnheiten und Sehfähigkeiten und weiß, welche Internet-Auftritte
die gleichzeitig anspruchsvolle und dankbare Zielgruppe akzeptiert.
Die Email Ansprache bei Feierabend erfolgt übrigens „per Du“. Was
früher im Internet üblich war ist im Seniorenmarketing ein absolutes
Novum. Der Kontakt zur Zielgruppe und die Identifizierung mit der
Community ist dadurch besonders hoch.
Interessante Erkenntnisse liefert auch die 18. WWW-Benutzer-Analyse W3B
vom Mai 2004. Dabei wurden 452 Feierabend Senioren befragt und die
Ergebnisse verglichen mit dem Durchschnitt der 120.457 insgesamt
befragten Internet-Nutzer:
· Kommunikation (86,3%), Information (80,2%) und Entertainment
(67,4%) sind die Hauptmotive für die Internet-Nutzung der Senioren.
· Einkaufen (63,2%) und das Abrufen von Produktinformationen (56,8%)
gewinnen zunehmend an Bedeutung
· Senioren sind nachweislich sehr viel aufgeschlossener gegenüber
Werbung im Internet als der Durchschnittssurfer:
v 21,7% lesen regelmäßig Werbe-Emails (Durchschnitt 11,2%)
v 15,7 % klicken auf Werbebanner (Durchschnitt 8,4%)
v 10,8 % laden Werbefilme runter (Durchschnitt 7,9%)
v 34,5% lieben Preisausschreiben (Durchschnitt 24,3%)
Quelle: 18. WWW-Benutzer-Analyse W3B vom Mai 2004
Feierabend vermittelt auch Senioren Scouts und Focus Gruppen an
Hersteller, Handel sowie für Werbeagenturen. Feierabend-Nutzer
beurteilen den Nutzen von Produkten und die Handhabbarkeit ihrer
Packungen, die Wirkung von Werbung und Werbemittel oder die Eignung von
Webseiten für ältere Nutzer.
Wie erreicht man diese dankbare, jedoch auch schwierige und
anspruchsvolle Zielgruppe? Hier die „Sieben Goldenen Regeln für
seniorengerechtes Marketing“, die sich auf die klassischen Disziplinen
Werbung und Direktmarketing ebenso anwenden lassen wie auf die immer
wichtigere Ansprache via Internet:
1. Akzeptieren Sie:
Senioren mögen keine Werbung.
Für junge Menschen ist Werbung Kult – älteren erscheint sie oft nutzlos
und teuer. Vermeiden Sie in Ihren Emails, Ihrem Internetauftritt, Ihren
Anzeigen die „Kauf-mich-Attitüde“ mit roter Schrift, kreischenden
Schlagworten und idealisierten Menschen. Vertrauen schaffen Sie über
Fakten und eine persönlichen Ansprache. Setzen Sie auch auf Public
Relations: Redaktionelle Berichterstattung genießt hohe Glaubwürdigkeit.
2. Wählen Sie die
richtigen Sympathieträger.
„Alterslose“ Models sprechen 50- wie 70-Jährige an. Graue Haare sind
sympathisch – wenn das Gesicht jugendlich strahlt. Aber dekorieren Sie
Formschalen-Mieder-Badeanzüge nicht um ein 20-jähriges „Magermodel“.
3. Setzen Sie auf das
„hier und heute“.
Die „jungen Alten“ interessieren sich für Mode, Reisen, Gesundheit
(nicht: Krankheit), Sport, Sex ... Doch wenn die verbleibende Zeit
spürbar schwindet, konzentriert sich Leben auf die Gegenwart: Der
Nutzen etwa Ihres medizinischen Produktes muss morgen wichtig sein,
nicht in fünf Jahren. Bieten Sie Lösungen für aktuelle Probleme (auch
wenn Sie Ihre Kunden nicht auf ihr Alter ansprechen wollen).
4. Sprechen Sie Klartext.
Mit dem Werbetexter um die Ecke zu denken, fasziniert Twens und
Thirtysomethings. Ältere Menschen erwarten, dass Sie sofort auf den
Punkt kommen. Ohne Fachjargon und Technikwahn. So, dass sie weder
Fremd- noch Englischwörterbuch benötigen. Fassen Sie sich kurz,
beschreiben Sie ihr Thema klar, deutsch und deutlich. Das gilt auch für
die Beschilderung in Geschäften.
5. Gestalten Sie augen-
und lesefreundlich.
Die Fähigkeiten der Augen ändern sich im Alter, die Lesegewohnheiten
nicht. Für alle Emails und Werbebriefe gilt: Wählen Sie immer große
Schrifttypen und starke Kontraste ohne blendende Farben. Gestalten Sie
alle Briefe übersichtlich. Verzichten Sie auf blinkende Gimmicks auf
Ihren Internet-Seiten. Übrigens: Seniorengerechtes Design ist
lesefreundlich für alle Altersgruppen.
6. Bieten Sie Service
Wenn das Laufen und Tragen schwerer fallen und wenn das Vertrauen in
neue Technik fehlt, wird Service wichtiger: Bieten Sie Liefer- oder
Reparaturservice für Ihre Produkte und eine Hotline, über die Ihr
Unternehmen bei Fragen zu erreichen ist. Zum Service gehört auch das
Angebot der Zahlung auf Rechnung.
7. Und vergessen Sie nie:
„Alt sind immer die, die zehn Jahre älter sind als man selbst.“
Sprechen Sie Ältere nie als „Senior“ an. Aber zeigen Sie Respekt vor
ihrer Lebensleistung und bestätigen Sie sie in ihrer Lebenserfahrung
und ihrem Wissen. Akzeptieren Sie den Anspruch, ein Leben im Wohlstand
„verdient“ zu haben.
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