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| Selbstmanagement
- besseres Zeitmanagement
durch E-Mail-Werbeblocker |
Autor: Gunter Meier
Gunter Meier ist auch Autor des Buchs E-Mails im Berufsalltag
Besonders bei E-Mail nimmt die Informationsflut rapide zu. Werbeblocker
und Spamfilter sind eine Möglichkeit, wieder Herr über die eigene
Zeit
zu werden. Wichtiger aber ist das persönliche Zeitmanagement. Als
Lösungsansatz findet man seit vielen Jahren immer wieder die Weisheit,
man müsse einfach nur Wichtiges von Unwichtigem trennen. In der Praxis
gelingt das jedoch nur selten, wie viele Schreibtische zeigen, die vor
Papierbergen kaum noch zu sehen sind.
Das führt zu der Erkenntnis: Informationsüberflutung wird selten durch
das Medium E-Mail allein verursacht - E-Mails verschärfen allenfalls
das Problem und bringen bei vielen Betroffenen lediglich das Fass zum
Überlaufen. Wer Abhilfe schaffen will, muss bei den tatsächlichen
Ursachen der Informationsüberflutung beginnen und neue Methoden des
Selbstmanagement einsetzen.
Grobraster anlegen
Der erste Schritt zum richtigen Umgang mit Informationen liegt darin,
sich der eigenen Informationsbedürfnisse bewusst zu werden. Sinnvoll
ist, zunächst ein Grobraster dafür anzulegen, mit welchen Dingen man
sich in Zukunft gezielt beschäftigen will und vor allem mit welchen
nicht. Letzteres ist sehr viel schwieriger, denn es beinhaltet auch
eine klare Entscheidung darüber, welche E-Mails man in Zukunft bewusst
nicht mehr lesen wird.
Woran erkennt man was
wichtig ist?
Im Tagesgeschäft sind viele Informationen trotzdem noch zu
undifferenziert, um sie mit Hilfe eines solchen Grobrasters zu
sortieren – zu viel Informationsmüll schlüpft hindurch.
Folglich müssen wir lernen, blitzschnell bei jeder eingehenden
Information zu bewerten, ob sie für uns wichtig ist. Dafür brauchen wir
allerdings eine Voraussetzung, die bei vielen Menschen nicht vorhanden
ist: So absurd es klingt - viele Leute, die einen Schreibtischjob
ausüben, wissen nicht, was ihre Aufgaben sind und woran sie
gemessen
werden.
Anfänglich bestreiten zwar viele dieses Defizit, aber spätestens wenn
es darum geht, die eigenen Aufgaben und deren Erfolgskriterien in
wenigen präzisen Stichworten ad hoc zu Papier zu bringen, haben viele
Schwierigkeiten. Wem jedoch eine klare Vorstellung von seinem Tun fehlt
und wer die zugehörigen Eckpunkte für sich nicht eindeutig definiert
hat, der kann bei eingehenden Informationen nur schwer eine
Entscheidung zwischen „wichtig“ und „unwichtig“ fällen. Es fehlt das
persönliche Referenzsystem. Und je mehr Informationen auf jemanden
einstürmen, umso schwerwiegender wirkt sich dieses Defizit aus.
Unwichtig versus
interessant
Mancher, der für sich die Einschätzung der Wichtigkeit gelöst hat, ist
enttäuscht, weil er das Problem trotzdem nicht richtig in den Griff
bekommt. Bisher wurde nämlich kaum berücksichtigt, dass
Informationen
noch eine zweite Eigenschaft haben: Sie sind für den Empfänger
gleichzeitig auch noch „interessant“ oder „uninteressant“. Damit
wird
klar, welche Kombination wir im Tagesgeschäft am meisten fürchten
müssen: „Unwichtig – interessant“.
Viele widmen sich einer Information in dem Glauben, sie sei wichtig und
bemerken dabei nicht, dass sie nur einer Illusion von Wichtigkeit
erliegen. In Wirklichkeit ist die Information einfach nur interessant.
Diese Gefahr wird in einer Zeit immer größer, in der Informationen
gezielt journalistisch aufgepeppt werden. Auch hier hilft nur, sich
bewusst darüber klar zu werden, wo die eigenen Interessengebiete liegen
und vor allem, wo sie nicht liegen.
Stets neu überdenken
Damit ein Filter richtig funktioniert, muss er immer wieder an die
aktuellen Gegebenheiten angepasst werden. Machen Sie also Ihren
geistigen Filter zu einem immerwährenden Standardthema und
aktualisieren Sie ständig Ihre Filterkriterien je nach momentaner
persönlicher und beruflicher Situation. Sie werden sehen: Sogar Ihr
E-Mail-Posteingang reduziert sich mit wenigen Handgriffen auf das für
Sie wirklich Wesentliche.
Zum Autor:
Gunter Maier ist Autor des Buchs „ E-Mails im Berufsalltag“. Darin
beschreibtr er, wie Sie sich vor Werbe-eMails schützen. Für Marketer
deren Botschaften ankommen sollen, empfiehlt sich Kapitel 3.3.2:
schreiben Sie nur relevante, interessante und wichtige eMails. Darüber
hinaus ist das Buch natürlich für jeden lesenswert, der am Tag mehr als
zehn eMails erhält - eben für jeden! Es gibt Tipps, wie Sie
Massenaufkommen bewältigen und eine Kommunikationskultur entwickeln.
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eMail-Marketing“ gibt es PDF-Dokumente und Checklisten zum Download. In
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