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Autor: Sven Jan Arndt, Thomas Falk
Die Relevanz
von
eMail-Marketing im künftigen Marketing-Mix hat in der letzten Zeit
an Bedeutung
gewonnen. Dies liegt zum einen an der steigenden Anzahl von
Internet-Nutzern,
die zumeist auch gleichzeitig Anwender von elektronischen
Briefkästen sind. Zum
anderen überzeugen die bereits bestehenden Möglichkeiten des
eMail-Marketings
immer mehr Fir-men, klassische Kommunikationswege wie Massenfax oder
Postversand zu verlassen bzw. diese mit eMail-Marketing-Komponenten
anzureichern.
Rechtslage:
nur angeforderte
eMails und keine Nutzungsprofile
Nicht zuletzt vor dem
Hintergrund der sich immer mehr verbreitenden Spam-eMails ist die
Beachtung der
geltenden Rechtsgrundlagen für jeden seriösen
Newsletter-Versender eine
conditio sine qua non. Das Gesetz gegen den unlauteren Wettbewerb (UWG)
besagt,
dass das Versenden unangeforderter Werbung per eMail wettbewerbswidrig
und
somit unzulässig ist. Dies gilt für private wie auch für
gewerbliche Empfänger.
Zulässig ist eMail-Werbung nur, wenn entweder bereits
regelmäßige
Geschäftsbeziehungen bestehen oder der Empfänger zuvor sein
Einverständnis
erklärt hat. In jeder folgenden eMail muss der Widerruf des
Einverständnisses
möglich sein.
Bei der Erhebung weiterer
Profildaten des Nutzers ist darauf zu achten, dass Nutzungsprofile und
Daten
des Trägers nicht zusammengeführt werden dürfen und
daher Pseudonyme für die Profildaten
zur Anwendung kommen müssen. Der Empfänger ist zu Beginn der
Nutzung über Art,
Umfang und Zweck der Erhebung und über die Verarbeitung und
Verwendung der
per-sonenbezogenen Daten zu informieren. Dies gilt besonders, wenn
seine
Reaktionen auf ein eMailing erfasst werden (sog. Post-Click-Tracking). Der Zugang zu Informationen
(beispielsweise Anmeldung
zu einem Newsletter) darf nicht von der Angabe zusätzlicher Daten,
wie Name und
Adresse, abhängig gemacht werden (Koppelungsverbot).
Profilierung
von
eMail-Empfängern mit plausiblen Zusatzdaten
Durch die Profilierung von
eMail-Empfängern, sprich dem Sammeln und Erweitern von
Informationen, können
Mailings persönlicher gestaltet werden. Zum einen können
Empfänger mit ihrem
Namen angesprochen werden, zum anderen ist es aufgrund der Profilierung
mög-lich, ganze Textblöcke entsprechend der persönlichen
Interessen in eine
eMail einzufügen bzw. auszulassen.
Profildaten wie Name und
Adresse sind frei editierbare Angaben, die es ermöglichen, den
Newsletter persönlicher
zu gestalten. Die Plausibilität dieser Angaben kann nur
eingeschränkt überprüft
werden, etwa in Hinsicht auf die Postleitzahl. Anders stellt sich die
Sachlage
dar, wenn man dem neuen Newsletter-Abonnenten Auswahlmöglichkeiten
in Form
einer Aus-wahlbox (Dropdown) zur Verfügung stellt. Angaben wie
Herkunftsland,
Geschlecht oder Al-ter sind nur innerhalb eines bestimmten Rahmens
plausibel
(beispielsweise ist ein Alter von 205 Jahren unwahrscheinlich).
Interessensgebiete stellen die dritte Art der Profildaten dar. Hier
wählt der
neue Newsletter-Abonnent mit Hilfe einer Checkbox aus, ob er sich zum
Bei-spiel
für Sport, Autos oder Reisen interessiert.
Wer
anonymisiert, darf auch
wertvolles Nutzerverhalten analysieren
Mit der Registrierung für
einen Newsletter ist die Profilierung aber noch nicht abgeschlossen. Im
Gegenteil - sie wird mit jedem Newsletter, den der Abonnent
erhält, verfeinert.
Jeder Newsletter enthält anklickbare „Hyperlinks“. Für jeden
Link kann
ausgewiesen werden, wer ihn wann und wie oft angeklickt hat.
Darüber hinaus
lassen sich Links in Kategorien einteilen. Innerhalb eines
Sport-Newsletters
kann ein Klick auf Meldungen der Kategorien Tennis, Fußball oder
Golf die
jeweiligen Profildaten des Abonnenten erweitern. Auf diese Weise
zeichnet sich
bereits nach dem Versand weniger Newsletter ab, für welche
Bereiche sich der
jeweilige Abonnent interessiert. Auch kann gemessen werden, wer einen
Newsletter geöffnet hat. Dadurch ist neben der Verfeinerung des
Nutzerprofils
auch ein Aufschluss über die Akzeptanz möglich.
Newsletter-Betreiber, die im
Newsletter für Ihren Internet-Shop werben, können mithilfe
des
Postclick-Trackings zusätzlich ermitteln, welche Umsätze
generiert wurden,
nachdem auf einen bestimmten Link im Newsletter geklickt worden ist.
Somit
ermöglicht eMail-Marketing als erstes Werbeinstrument die direkte
Ermittlung
des ROI (Return on Invest) einer Werbemaßnahme.
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