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| Newslettermarketing:
Erfolgsauswertung von Newsletter-Anzeigen und Standalones |
Autorin: Diplom-Psychologin Maike
Joana Kruse, Newsmarketing
Für die Neukundengewinnung via E-Mail gibt es zwei Wege:
Newsletter-Anzeigen und Standalone-E-Mails. Beide Werbeformen
nehmen mittlerweile einen festen Platz in den meisten Mediaplanungen
innerhalb des Marketingmix ein. Doch wie erfolgreich ist dieses Medium
wirklich? Welche Branchen können am meisten von E-Mail-Marketing
profitieren?
Die Agentur Newsmarketing hat eine aktuelle Erfolgsauswertung von
Newsletter-Anzeigen sowie von Standalone-Kampagnen durchgeführt.
Untersucht wurden hierfür 450 Kampagnen (von Mai 2002 bis September
2003 – eine Auswertung älterer Kampagnen – April 2001 bis April 2002 -
kann unter http://targetmail.de/go2.php?id=5320 eingesehen werden).
Diese Kampagnen wurden in unterschiedliche Kategorien eingeteilt und
der Mittelwert der Klickrate wurde erhoben.
Eines ist – wie zu erwarten – auf den ersten Blick deutlich: Kampagnen,
bei denen Firmenkontakte angeschrieben werden, haben eine deutlich
niedrigere Klickrate als Endkunden-Kampagnen. So liegt der höchste
Mittelwert der Klickrate bei einer b2b-Kampagne bei 3,22% (Anzeige,
Kategorie Office Equipment) und bei 12,35% (Standalone, Kategorie
Office Equipment).
Dem gegenüber steht ein Mittelwert der erfolgreichsten
Endkundenkampagnen bei 4,27% (Anzeige, Kategorie Gewinnspiele) und bei
38,67% (Standalone, Kategorie Onlineshopper).
Doch sollte man bei solchen Auswertungen nicht nur die Klickrate
betrachten, sondern auch überlegen, welcher Return-on-Investement für
jeden Kontakt steht. Endkunden sind wesentlich leichter erreicht, aber
meist sind es auch niedrig preisige oder sogar kostenlose Produkte bzw.
Gewinnspiele, die beworben werden. Während bei Firmenkontakten jeder
einzelne potentielle Kunde wesentlich mehr Umsatz bringen kann.
Interessant ist, dass es einige besonders erfolgreiche Kategorien gibt
– wie zum Beispiel Onlineshopper, Gewinnspiele oder Office Equipment.
Dies legt den Rückschluss nahe, dass es in der Tat Branchen gibt, die
mehr von Emailmarketing-Aktionen profitieren als andere.
Lassen Sie uns aus diesem Grunde einen Überblick auf unterschiedliche
Kategorien und ihren Erfolg werfen – aufgeführt ist immer der
Mittelwert der Klickrate, ermittelt über alle Kampagnen innerhalb
dieser Kategorie.
Zunächst Kategorien aus dem Obergebiet der b2b-Kampagnen – es wurden
also Firmenkunden angeschrieben:
Kategorie Online-Marketing
Beworben wurden Marketingmaßnahmen, Beratungsleistungen, Bücher und
Onlinetools zum Thema Marketing.
Anzeigen: 1.48 % - Standalones: 2.18 %
Kategorie Datenbanken, Business-Software
Beworben wurden Datenbanken und Warenwirtschaftssysteme und ähnliches.
Anzeigen: 1.62 % - Standalones: 10.08%
Kategorie Officeberater
Beworben wurden Berater, Lösungen und Loseblattsammlungen für den
Officebereich.
Anzeigen: 1.37 % - Standalones: 3,29%
Kategorie Wirtschaft
Beworben wurden Dienstleistungen wie Energie oder Telekommunikation für
Großabnehmer.
Anzeigen: 1,58 %
Kategorie Office Equipment
Beworben wurden Büroeinrichtungen und Büromaschinen.
Anzeigen: 3.22 % - Standalones: 12,35%
Kategorie Werbeartikel
Beworben wurden höherwertige Artikel die sich als
Aufmerksamkeiten und Werbegeschenke einsetzen lassen.
Anzeigen: 1.85 %
Kategorie Weiterbildung und Karrieretipps
Beworben wurden Fort- und Weiterbildung.
Anzeigen: 1,7% - Standalones: 5,00%
Kategorie Wirtschaftsumfrage
Beworben wurden Einladungen zu (Meinungs-)Umfragen für die Wirtschaft
Standalone: 9,29 %
Kategorie Businessreisen
Beworben wurden Angebote zur Organisation und Buchung von
Businessreisen.
Anzeigen: 0,73% - Standalones: 3,16%
Wie sieht es nun mit Kampagnen aus dem Endkundenbereich aus?
Kategorie Networkmarketing
Beworben wurden Networkmarketingprogramme aus den Bereichen
Kosmetik, gesunde Ernährung und Heimarbeit
Anzeigen: 3,14 % - Standalones: 7,92%
Kategorie Kreditkarten, Banken
Beworben wurden Privatkredite, Kreditkarten und andere Bankangebote.
Anzeigen: 3,34% - Standalones: 16,30%
Kategorie Gewinnspiele
Beworben wurden Lottogemeinschaften, Internetgewinnspiele, Casino und
ähnliches.
Anzeigen: 4.27 % - Standalones: 23,88%
Kategorie Telefon
Beworben wurden Telefonkarten, Handys und Tarife.
Anzeigen: 2,66%
Kategorie Wellness und Fitness, Gesundheit
Beworben wurden Nahrungsergänzungsmittel, Vitaminpräparate und
rezeptfreie Medikamente.
Anzeigen: 1,59%
Kategorie Schnäppchenangebote
Beworben wurden besondere Sonderangebote aus dem Internet.
Anzeigen: 3,17%
Kategorie: Officeberater B2C
Beworben wurden Ratgeber für Officeprogramme
Standalones: 4,63%
Kategorie Familie und Freizeit
Beworben wurden Angebote zu Haus und Garten.
Anzeigen: 2,57%
Kategorie Reisen und Aktivurlaub
Beworben wurden Reiseangebote, Hotels und Ferienwohnungen.
Anzeigen: 2,71%
Kategorie Onlineshopper
Beworben wurden Onlineshops und Online-Abverkäufe.
Anzeigen: 2,57% - Standalones: 38.67 %
Kategorie InternetProvider
Beworben wurden günstige Internettarife.
Anzeigen: 1,73% - Standalones: 20,19%
Kategorie Internet
Beworben wurden Linktipps.
Anzeigen: 3,41%
Welchen Rückschluss können wir nun aus diesen Zahlen ziehen?
Ist es in der Tat so, dass Onlineshopping-Angebote besonders gut in
Newslettern und Emails beworben werden können? Während Anbieter für
Businessreisen oder Wellness- und Fitnessprodukte lieber die Hände von
diesem Werbemedium lassen sollten?
Sicherlich ist es so, dass ein direkter Abverkauf bzw. eine direkte
Bestellmöglichkeit, gepaart mit einem sehr attraktiven Sonderangebot
oder gar einer kostenlosen Promotion, die Leser anzieht und zum Klicken
verleitet. Email-Marketing macht also immer dann besonderen Sinn, wenn
Sie den Lesern direkt etwas anbieten können. Nur eine Webseite aus
Imagegründen zu bewerben, ist nicht besonders sinnvoll. Wenn Sie also
eine Emailmarketing-Aktion starten, dann koppeln Sie dies lieber mit
einem Spezialangebot und machen keine Anzeigen nach dem Motto: „Hier
ist unsere Website, schaut doch mal rein.“
Aber einen ganz wichtigen Aspekt darf man bei der gesamten Auswertung
nicht aus dem Auge verlieren: Die Gestaltung der Anzeigen! Dieser
Bereich würde einen gesamten neuen Artikel einnehmen, insofern sei an
dieser Stelle nur darauf hingewiesen, dass Standalones, die ausgedruckt
5 Seiten lang wären, niemand lesen möchte. Kurz und knapp und auf das
wesentliche reduziert – dafür aber Neugier erweckend – so können
Kampagnen zu guten Klickraten führen. Übrigens – entgegen immer wieder
anders lautenden Stimmen konnten wir nicht bestätigen, dass
HTML-Standalones oder –Anzeigen erfolgreicher als Text-Anzeigen sind;
ganz im Gegenteil: oftmals waren kurze und knackige Standalones
wesentlich erfolgreicher als langatmige und bunte HTML-Mails…
Weitere Informationen zum Thema Newsletter-Marketing unter
http://www.newsmarketing.de
Autorin: Diplom-Psychologin Maike Joana Kruse, Leiterin und Gründerin
der Newsletter-Marketing-Agentur Newsmarketing.de
Maike Joana Kruse, Jahrgang 1970, hat nach dem Studium zunächst als
Unternehmenstrainerin gearbeitet und wenig später ein Beratungsinstitut
gegründet. Ihr Schwerpunkt lag im Bereich Marketingberatung für
Organisationen. Aufgrund der immer wichtiger werdenden Thematik des
Online-Marketings, gründete sie 1999 zusätzlich Newsmarketing.de.
Newsmarketing.de ist eine Fullservice-Agentur für Newsletter-Werbung
und Newsletter-Versand.
Frau Kruse sieht in Newsletter-Marketing einen effektiven Weg, um
schnell, kostengünstig und ohne technischen Aufwand sowohl
Dialog-Marketing als auch Branding durchzuführen.
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