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Dr. Schwarz Consulting
Melanchthonstr. 5
D-68753 Waghäusel
Tel.: 07254 95773-0
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9 Tipps zum Betreff einer E-Mail
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Neben dem Namen des Absenders ist
die Betreffzeile der wichtigste Grund eine E-Mail zu öffnen.
Aktuelle Studien widersprechen sich, aber es gibt einige Grundregeln.
Nutzen Sie diese Checkliste, um einen noch prägnanteren Betreff zu
entwerfen.
E-Mails werden meist blitzschnell überflogen oder gelöscht.
Bevor Leser das Todesurteil „Löschen“ aussprechen, haben zwei
Anwälte das Wort: Absender und Betreff. Die Entscheidung über
Lesen oder Löschen geschieht meist nach zwei Kriterien:
1. Ist der Absender jemand, der mir immer wieder
etwas Nützliches sendet?
2. Klingt der Betreff so interessant, dass sich das
Öffnen auch diesmal lohnt?
Es gibt zwei Dinge, die Sie beachten sollten. Erstens
Selbstbeschränkung: Nur dann etwas senden, wenn es für den
Empfänger auch interessant ist. Zweitens im Betreff sagen, was so
interessant ist, dass sich das Öffnen lohnt. Dazu gibt es ein paar
Tricks:
1. Kurz und
prägnant das Wichtigste zusammenfassen
Fassen Sie die für den Leser wichtigste Information kurz und
aussagekräftig zusammen. Erleichtern Sie es den Lesern, schnell zu
erkennen, was an dieser E-Mail für sie relevant ist. Was verpasst
jemand, der die Mail ungelesen löscht?
2. 50 Zeichen
sollten reichen
Je kürzer eine Betreffzeile ist, desto besser wirkt sie. Aber es
gibt viele Ausnahmen erfolgreicher langer Betreffs. Viele
E-Mail-Dienste schneiden den Betreff bei 50 Zeichen ab. Mobiltelefone
werden wichtiger und die kürzen auch. Daher:
3.
Schlüsselworte nach vorne
Die wichtigste Schlüsselworte sollten möglichst weit vorne
stehen. Verschieben Sie die Worte Ihrer Betreffzeile so lange, bis Sie
dieses Ziel erreicht haben. Riskieren Sie, dass Deutschlehrer Ihnen
mangelnde Grammatikkenntnisse oder Steno-Stil vorwerfen: Die
Öffnungsrate und nicht die Schulnote entscheidet über den
Erfolg. Und hier schon der Widerspruch zu Regel 2: Manchmal ist es
erfolgreicher noch ein Schlüsselwort mehr zu schreiben, auch wenn
die zulässige Betrefflänge überschritten wird.
4. Konkret statt
allgemein
„Sensationelle Angebote“ ist erstens viel zu allgemein und zweitens
sieht es nach Spam aus. Schreiben Sie konkret, welche Angebote warum
sensationell sind. Zum Teil kann schon die Angabe eines Zeitpunkts oder
eines Orts einen Betreff konkreter machen. Das Wort „Gewinnspiel“ wirkt
regelmäßig Wunder, wirkt aber ebenfalls noch stärker,
wenn sie den Hauptgewinn nennen.
5. Provokativ und
unerwartet Regeln brechen
Die ganzen Regeln in diesem Artikel sind schön und gut, aber der
Posteingang wäre langweilig, wenn jeder sie beachten würde.
Deshalb riskieren Sie auch einmal, Regeln zu durchbrechen und einen
völlig unerwartet andersartigen Betreff zu verwenden. Das Risiko
ist jedoch hoch, dass es in die Hose geht und daher:
6. Testen, testen
testen
Jede Betreffzeile sollte vor dem Hauptversand gegen eine Alternative
getestet werden. Dazu versenden Sie die geplante Betreffzeile
zunächst einmal an zehn Prozent der Empfänger. An weitere
zehn Prozent versenden Sie einen Alternativtext. Wenn dieser besser
ist, als der ursprüngliche, versenden Sie an die restlichen
achtzig Prozent den Alternativtext. Als Kenngröße sollten
Sie die Öffnungsrate unique verwenden: Das ist der Anteil der
Adressaten, die eine E-Mail öffnen. Aber auch die Gesamtzahl der
Öffnungen kann interessant sein: Eine auffällige Betreffzeile
wird auch später gerne noch einmal angeklickt.
7. Persönlich
ansprechen
Datenbanktechnisch ist es ein Einfaches, den Namen des Adressaten in
die Betreffzeile einzublenden. Der Erfolg ist beim ersten Mal meist
überwältigend. Beachten Sie jedoch zwei Dinge: Verwenden Sie
den Namen nur, wenn es passt. „Ihr aktueller Meilenstand, Herr Schwarz“
ist wirklich persönlich. Bei „Tolle Angebote nur für Sie,
Herr Schwarz“ glaube ich nicht, dass ich wirklich der Einzige bin, der
diese Angebote bekommt. Zweitens: Überstrapazieren Sie es nicht.
Also nicht zu häufig den Eigennamen einblenden, sonst lässt
die Wirkung nach. Es muss übrigens nicht immer der Eigenname
sein, auch der Ortsname, die eigene Straße oder die eigene
E-Mail-Adresse können in die Betreffzeile eingebaut werden. Auch
der Firmenname oder die Abteilung bewirken ein Auffallen in der
E-Mail-Flut.
8. Segmente bilden
Damit sich Empfänger persönlich angesprochen fühlen,
können Sie auch zu einem weiteren Trick greifen: Sprechen Sie
Frauen anders als Männer an. Oder verwenden Sie für
Süddeutsche einen anderen Betreff als für Nordlichter.
Natürlich können Sie auch einzelne Kundengruppen gezielt
ansprechen. Damit der Aufwand sich in Grenzen hält, versenden Sie
trotz unterschiedlichen Betreffs den gleichen Newsletter. Lediglich in
einem Textbaustein am Anfang gehen Sie individuell auf das
entsprechende Kundensegment ein. Trotzdem ist Vorsicht geboten:
9. Erwartungen
erfüllen
Wecken Sie niemals in einer Betreffzeile Erwartungen, die Sie in der
E-Mail nicht einlösen. So etwas schadet Ihrem guten Ruf als
interessanter Absender. Die Folge sind sinkende Öffnungsraten.
Irreführende Aussagen in der Betreffzeile sind übrigens laut
Telemediengesetz strafbar.
Einige dieser Tipps hatte ich auch schon in einem früheren Beitrag
zur Betreffzeile erwähnt. Epsilon International hat in dem White Paper
„Betreffzeilenlänge und Effizienz von E-Mail-Marketing die
Wirksamkeit kurzer Betreffs mit Zahlen belegt. Jedoch gibt es auch
Plädoyers für längere Betreffs wie in der Studie
„MarketingWisdom 2009“ von MarketingSherpa. Der wichtigste Aspekt ist
sicher das Testen. Wir werden Sie in unserer Rubrik „Blick hinter die
Kulissen“ im Newsletter über unsere eigenen Tests auf dem
Laufenden halten: www.absolit.de/news.htm
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