Internetnutzung deutschsprachiger Unternehmen

Domain Security bereitet vielen Unternehmen Probleme. Der Dialog mit dem Kunden gewinnt weiter an Bedeutung. 

Die Studie untersucht die Internetnutzung der 5048 wichtigsten Unternehmen aus Deutschland, Österreich und der Schweiz anhand von 13 Einzelkriterien. Sie dokumentiert Best Practices und dient als Leitfaden, wie Unternehmen vorgehen sollten. 59 Branchen-Rankings zeigen die Werte aller Unternehmen.

280 Seiten, 59 Rankings – Lieferung als PDF

Preis: 389,-* EUR
Enterprise-Version, Preis: 1400,-* EUR – umfasst die Rohdaten, sowie deren Auswertung im Excel-Format.

*Preis zuzüglich gesetzlicher Mehrwertsteuer (19 %)

Erscheinungsdatum: 07/2019

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Deutsche Unternehmen vernachlässigen ihre Domainsicherheit

Domain Security ist so wichtig wie noch nie: Phishing und Malware machten im letzten Jahr rund 50 Prozent der weltweiten Cyberkriminalität aus. Dennoch scheinen deutsche Unternehmen den Schutz ihrer eigenen Domain noch immer auf die leichte Schulter zu nehmen.

Dabei gibt es grundlegend zwei Möglichkeiten: Durch aktives DMARC werden verdächtige Mails entweder direkt in den Spam-Ordner verschoben oder gar nicht erst in das Postfach des Empfängers geleitet. Ein passives DMARC hingegen berichtet dem Domain-Inhaber nur über verdächtige Mails und definiert keine Regeln für den Mailboxprovider. Erschreckend ist hier, dass 72 Prozent aller Unternehmen, die DMARC nutzen, noch keine Regeln für den Umgang mit verdächtigen Mails definiert haben. Gerade einmal zwei von zehn Unternehmen gehen auch wirklich aktiv gegen Phishingmails vor.

'Es ist erschreckend, wie viele Unternehmen den Schutz ihrer Absenderdomain links liegen lassen, obwohl der erste Schritt weder mit großartigem monetären oder zeitlichen Aufwand verbunden ist.', so Studienautor Torsten Schwarz Klicken Sie um zu Tweeten

Während die verschlüsselte Datenübertragung per https auf der Webseite erfreulicherweise schon von 95 Prozent umgesetzt wird, gibt es hinsichtlich des Schutzes der unternehmenseigenen Absenderdomain noch viel Luft nach oben. Die E-Mail ist weiterhin das Go-to-Medium zur Übertragung elektronischer Nachrichten – das wissen aber auch Cyber-Kriminelle. Dennoch verzichtet rund jedes fünfte Unternehmen immer noch darauf, einen SPF-Record anzulegen, welcher die autorisierten Absenderadressen des Unternehmens definiert und Mailboxprovidern so hilft, verdächtige Mails zu identifizieren.

Noch ernüchternder sieht es jedoch bei dem Einsatz von DMARC aus – DMARC kann genutzt werden, um zu erfassen, welche Mails im Namen des Unternehmens von Mailboxprovidern als verdächtig eingestuft werden und zu definieren, wie mit diesen verfahren werden soll. Nur 17 Prozent der untersuchten Unternehmen nutzen diese Methode und gerade einmal vier Prozent haben entsprechende Regeln für verdächtige Mails eingerichtet – und das, obwohl das Einrichten beider Methoden weder Geld noch viel Zeit kostet.

csa - Internetnutzung deutschsprachiger Unternehmen

Zertifizierte Versandserver

Run 45 Prozent der Unternehmen versenden ihre Mailings über zertifizierte Server.

https - Internetnutzung deutschsprachiger Unternehmen

TLS-Verschlüsselung

Die sichere Datenübertragung auf der Webseite ist bei 95 Prozent im Einsatz.

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Rechtssichere Anmeldung

Fast jeder Zehnte gewinnt Adressen immer noch ohne das Double-Opt-in-Verfahren.

club - Internetnutzung deutschsprachiger Unternehmen

Geschlossener Login-Bereich

68 Prozent bieten einen geschlossenen Bereich für Kunden oder Interessenten an.

Clubs und Newsletter setzen sich immer mehr durch

Der effektivste Weg zu rechtssicheren Einwilligungen geht über die Webseite. Jeden Tag kommen Tausende Besucher vorbei und keiner ist zufällig da: Irgendwo wurde ein Link angeklickt, der das Interesse am Unternehmen oder dessen Produkten zeigt. Um diese in Leads für das eigene CRM-System zu konvertieren, bieten sich grundlegend zwei Möglichkeiten an – ein Newsletter oder Club. Die Studie zeigt erfreulicherweise, dass das Bewusstsein vieler Unternehmen dahingehend weiter steigt – das Angebot an Kontaktpunkten zwischen Kunde und Unternehmen steigt. So bieten mittlerweile 68 Prozent einen geschlossenen Mitgliederbereich (2018: 64 Prozent) und rund 80 Prozent einen Newsletter (2018: 76 Prozent) an.

Einen Wermutstropfen gibt es hier trotzdem: 20 Prozent der Unternehmen, die einen Newsletter oder Club anbieten, machen diesen nur für bereits bestehende Kunden zugänglich. Hier werden ganz klar Kundengewinnungspotenziale verschenkt.

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Mobile Ladezeiten sind häufig ein Problem

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Während die Ladezeiten über Desktopgeräte im Allgemeinen ein sehr positives Bild zeigen, sind die Ergebnisse der Webseitenladezeit für mobile Endgeräte nicht ganz so begrüßenswert. Durchschnittlich erreichten die untersuchten Unternehmen einen mobilen Pagespeed Score von 58. Nur jedes dritte Unternehmen konnte überhaupt einen vorbildlichen Wert verzeichnen. Angesichts der steigenden Bedeutung von Mobile Search ist diese Entwicklung bedenklich.

Besonders schwach performten hier Unternehmen aus der Energiebranche. Jede zehnte Webseite hat einen mangelhaften Wert bei der mobilen Ladezeit. Einen vorbildlichen Wert hat hingegen nur jeder Vierte.

Touristiker und Händler an der Spitze

Die Untersuchung ergab, dass die Touristik- und Handelsbranche durchschnittlich 70 Prozent der Maximalpunktzahl erreichte – so viel, wie sonst keine andere Branche. Besonders gut schnitten Airlines (Ø 77 Prozent) und Händler aus dem Mode & Kosmetik Sektor (Ø 77 Prozent) ab. Gründe hierfür waren unter anderem die überdurchschnittlich gute Präsenz in den organischen Suchergebnissen, die sehr aktive Nutzung sozialer Medien und das großflächige Versenden über zertifizierte Server. Auch die Leadgeneierung über die Webseite wird in diesen Branchen sehr vorbildlich gelöst – rund 90 Prozent der untersuchten Touristikunternehmen und Händler bieten einen Newsletter oder Kundenclub für Interessenten an.

Kleine Webseiten haben noch viel nachzuholen

Betrachtet man die durchschnittlich erreichten Anteile an der Maximalpunktzahl in Verbindung mit der Größe der Webseite, so fällt auf, dass es hier große Unterschiede gibt – während Unternehmen, welche eine Webseite mit großer Reichweite haben, im Schnitt mehr als drei Viertel der Gesamtpunktzahl erreichen konnten, fällt diese Zahl bei Unternehmen mit einer kleinen Webseitenreichweite ganze 33 Prozentpunkte geringer aus. Fraglich ist auch, wieso 13 Prozent der kleineren Webseiten ihre Datenübertragung noch immer nicht mit einer TLS-Verschlüsselung (https) gesichert haben.

Die wichtigsten Ergebnisse im Überblick

  • Die 5048 untersuchten Unternehmen haben im Schnitt 60 Prozent der Maximalpunktzahl erreicht.
  • Die Branchen Touristik und Handel konnten durchschnittlich 70 Prozent der Maximalpunktzahl erreichen.
  • Besonders gut schnitten Airlines (Ø 77 Prozent) und Händler aus dem Mode & Kosmetik Sektor (Ø 77 Prozent) ab.
  • Nur 17 Prozent überprüfen regelmäßig, ob Dritte in ihrem Namen gefälschte E-Mails versenden.
  • Jedes fünfte Unternehmen verzichtet darauf, einen SPF-Record anzulegen, welcher autorisierte Versandserver des Unternehmens definiert.
  • Die verschlüsselte Datenübertragung per https auf der Webseite wird erfreulicherweise schon von 95 Prozent umgesetzt.
  • Mittlerweile bieten 68 Prozent einen geschlossenen Mitgliederbereich (2018: 64 Prozent) und rund 80 Prozent einen Newsletter (2018: 76 Prozent) an.
  • 20 Prozent der Unternehmen, die einen Newsletter oder Club anbieten, machen diesen nur für bereits bestehende Kunden zugänglich.
  • Nur jedes dritte Unternehmen hat eine vorbildliche Ladezeit auf mobilen Endgeräten.

Folgende Unternehmen stellten Analysedaten
für diese Studie zur Verfügung

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Die Studie untersucht die Internetnutzung der 5048 wichtigsten Unternehmen aus Deutschland, Österreich und der Schweiz anhand von 13 Einzelkriterien. Das Ergebnis: Domain Security bereitet vielen Unternehmen Probleme. Der Dialog mit dem Kunden gewinnt weiter an Bedeutung.
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