Die beste Versandzeit für Newsletter

Frequenz und Versandzeit sind entscheidend, damit E-Mails nicht untergehen und ungeöffnet gelöscht werden. Zig Studien gibt es dazu inzwischen und die meisten liegen falsch.

Im Kapitel „Versand optimieren“ des Buchs Leitfaden E-Mail-Marketing beschreiben ausgewiesene Experten, worauf geachtet werden sollte, damit E-Mails im richtigen Moment in der Mailbox landen.

Ein eigener Newsletter ist inzwischen ja kein Zauberwerk mehr. Es braucht lediglich eine vernünftige Versandsoftware, eine professionell gestaltete Schablone und Selbstdisziplin. Die Adressverwaltung ist automatisiert und ob an 100 oder 10.000 Adressen verschickt wird, macht kostenmäßig keinen Unterschied. Aber wann und wie oft soll er verschickt werden? Dazu die Antworten auf die fünf häufigsten Fragen.

Braucht jedes Unternehmen einen E-Mail-Newsletter?
Die Antwort ist ja. Jedes Unternehmen sollte seinen Kunden anbieten, auf dem schnellsten und bequemsten Weg über die wichtigsten Dinge informiert zu werden. Sicher kann man auch anrufen oder einen Brief schicken, aber E-Mail sollten Sie zusätzlich anbieten.

Muss es regelmäßig sein?
Ob Sie regelmäßig versenden, bleibt Ihnen überlassen. Und der E-Mail-Informations-Service muss auch nicht immer „Newsletter“ heißen. Mindestens einmal im Jahr – besser aber häufiger – sollten Sie aber schon Ihren Kunden etwas mitzuteilen haben.

Was ist die richtige Frequenz?
Das hängt davon ab, wie oft Sie etwas Wichtiges mitzuteilen haben. Vorsicht: Für Sie mag es wichtig sein, dass wieder eine neue Mitarbeiterin eingestellt wurde. Nicht immer jedoch interessiert das alle Kunden. Bewerten Sie die Wichtigkeit von Informationen aus der Kundensicht.

Gibt es eine Mindestfrequenz?
Ein paar mal im Jahr sollten Sie sich schon melden. Wenn Ihnen jedoch partout nichts einfällt, was Sie schreiben könnten, dann versenden Sie ruhig unregelmäßig. Machen Sie sich aber dann bitte die Mühe, Kunden und Interessenten jeweils unterschiedlich anzusprechen.

Wann ist die beste Versandzeit?
Dann, wenn Ihre Leser online sind. Im B2B ist das meist in der Woche tagsüber. Privatkunden gehen zunehmend in den frühen Abendstunden und oft am Wochenende online. Es hängt aber auch von Ihren Inhalten und Ihrer Zielgruppe ab. Für jeden Wochentag und jede Versandzeit lässt sich inzwischen eine Studie finden. Deshalb testen Sie bitte selbst: Teilen Sie Ihren Verteiler und versenden Sie den gleichen Newsletter an unterschiedlichen Tagen. Beim nächsten Newsletter nehmen Sie den besten Tag und versenden nun zu unterschiedlichen Uhrzeiten. Die Versandzeit mit der höchsten Öffnungsrate ist am besten.

Der Grund, warum es  DEN optimalen Versandzeitpunkt nicht gibt, ist einfach: Wenn jeder Dienstagfrüh um 9:30 Uhr versendet, ersticken die Leser in Newslettern und nur die besten werden gelesen. Am Mittwoch früh dagegen wäre mehr Ruhe gewesen. Weil das aber jeder denkt, kommen jetzt alle Newsletter am Mittwochfrüh usw.. Und dann kommt noch etwas dazu: Wie wichtig sind Sie denn für Ihre Zielgruppe? Wenn Sie wichtig sind, dann nutzen Sie die Hauptzeiten, wenn die meisten Ihrer Empfänger online sind. Ihre Website-Statistik verrät Ihnen, wann das ist. Wenn Ihre Bedeutung für die Zielgruppe eher niedrig ist, nutzen Sie die Nischenzeiten, wenn nicht so viel los ist und Sie eher wahrgenommen werden. Aber am besten ist wirklich, wenn Sie das testen. Und messen Sie nicht nur, wer sofort öffnet. Warten Sie mindestens eine Woche, bevor Sie die Werte vergleichen. Manche kommen vielleicht erst am Wochenende dazu, alle E-Mails zu lesen.

Am wichtigsten – aber wem sage ich das – ist natürlich nicht die Versandzeit, sondern der Inhalt. Wenn der Inhalt relevant ist, wird eine E-Mail auch spätabends noch geöffnet. Wenn jedoch nichts drinsteht, rettet auch die beste Versandzeit nicht vor dem sicheren Lösch-Tod. 


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