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Spamfilter verschlucken angeforderte Newsletter
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Unerwünschte E-Mail-Werbung (Spam) wird zum Problem. Mit Filtern und
schwarzen Listen wird versucht das Problem zu bekämpfen. Immer
schwieriger wird es da für Unternehmen, Serien-E-Mails über den eigenen
Mailserver zu versenden. Einwahladressen gelten oft als
Spam-verdächtig. Kleine Konfigurationsfehler können dazu führen, dass
die eigene IP-Adresse auf Blocklisten landet.
Die Flut unangeforderter
E-Mail-Werbung
E-Mail-Newsletter ist einer der am schnellsten wachsenden
Internetdienste und als Marketing-Werkzeug nicht mehr wegzudenken.
Leider nimmt die Flut an Spam-Mails, also an unerwünschten E-Mails,
überproportional zu – man schätzt, dass jede Woche allein in
Deutschland rund 500 Millionen Spam-Mails unterwegs sind, das sind mehr
als 50% vom Gesamtaufkommen. Daher werden bei vielen Postfächern mehr
oder weniger effektive Spam-Filter vorgeschaltet, um der Flut von
E-Mails Herr zu werden. Oft blockieren diese Filter jedoch nicht nur
unerwünschte Werbung, sondern auch angeforderte Newsletter, die den
Empfänger somit nicht mehr erreichen.
Arbeitsweise der Spam-Filter
Da Spam als normale E-Mail mit unverdächtigen Absendern verschickt
wird, kann diese nicht so einfach erkannt werden. Daher untersuchen die
Filter alle E-Mails bereits auf dem Mailserver des Providers nach
bestimmten Mustern und vergeben Punkte für jedes erkannte Merkmal einer
möglichen Spam-Mail. So werden beispielsweise beim Vorkommen des Wortes
„Sex“ mehr Punkte vergeben als bei einer unverdächtigen E-Mail. Beim
Überschreiten eines Punkte-Schwellwertes wird diese E-Mail entweder als
Spam gekennzeichnet und dann zugestellt, damit sie der Empfänger selbst
leicht löschen oder zumindest kennzeichnen und verschieben kann, oder
sie wird sofort gelöscht und erreicht den Empfänger gar nicht mehr.
Filter ausgetrickst: statt Sex einfach S-E-X
Die Spammer wiederum versuchen, diese Regeln auszutricksen. So wird
dann etwa „S-E-X“ oder „S.E.X.“ angegeben oder der Text der Mail wird
gleich als ein komplettes Bitmap verschickt, damit das verdächtige
Schlüsselwort nicht erkannt wird.
Neben diesem einfachen Beispiel gibt es Hunderte von komplizierten
Filter-Regeln, die helfen sollen, Müll-Mails zu identifizieren. Und
nahezu ebenso viele Tricks, sie zu umgehen, so dass sich hier ein
regelrechtes Katz und Maus Spiel entwickelt hat. Immer mehr Kriterien
spielen eine Rolle, um Spam zu identifizieren.
Viele Firmen haben noch einen ISDN-Wählzugang oder einen ADSL-Anschluss
(beispielsweise über T-DSL), mit dynamischen IP-Nummern. Diese stellen
sich bei vielen Spam-Filtern als Zeichen von illegaler Mail dar, weil
die Absender von illegalen Massen-Mails, die über solche
Internet-Zugänge versendet werden, nur schwer zu enttarnen sind.
Strategien für seriöse
E-Mail-Newsletter
Auf der Strecke bleibt da häufig der Versender normaler, seriöser
E-Mail Newsletter. Immer mehr E-Mails bleiben in den immer rigoroser
werdenden Spam-Filtern hängen anstatt die Adressaten zu erreichen.
Was für einzelne Versender viel Aufwand bedeutet, ist für
professionelle Dienstleister tägliches Geschäft: dafür zu sorgen, dass
E-Mails ankommen. So muss der Mailserver, über den die Newsletter
verschickt werden, auf dem neuesten Sicherheitsstand sein und am besten
hinter einer Firewall stehen. In Eigenregie betriebene Mailserver
werden oft gehackt und aus dem Internet unbemerkt als Sendemaschine für
Spam-Mails missbraucht. Dann landet der eigene Mailserver schnell auf
den weltweiten Schwarzen Listen der Internet-Provider. Als Konsequenz
kann dieser Mailserver überhaupt keine E-Mails mehr zustellen, da die
Kommunikation abgelehnt wird.
Der normale E-Mail-Verkehr wird blockiert
Dies ist dann besonders bitter, wenn der Mailserver auch für den
normalen E-Mail-Verkehr der Firma genutzt wird. Den Server von einer
schwarzen Liste wieder herunter zu bekommen ist zeitaufwändig. Ein
professioneller E-Mail-Versender, der auch Provider ist, kennt
natürlich diese schwarzen Listen und überwacht permanent, ob seine
Mailserver etwa auf diesen Listen auftauchen und kann sie
gegebenenfalls schnellstens wieder bereinigen.
Wichtig ist auch, dass die Möglichkeit besteht, einen Newsletter
probehalber über einen provider-typischen Spam-Filter laufen zu lassen,
um mögliche Verletzungen im Vorfeld auszuschließen. In diese E-Mail
werden dann mögliche Spam-Merkmale im Klartext eingebaut, was eine
Kontrolle erlaubt.
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