Mit diesen acht Tipps erhöhen Sie die Chancen, dass Ihre E-Mails gut ankommen und gelesen werden.
Ein paar Prozent mehr Öffnungen sind drin …
Der Erfolg ihres E-Mail-Marketings hängt nicht nur vom Inhalt ab: Auch Versenderinformationen, Versandzeitpunkt und technische Details beeinflussen die Zustellbarkeit, Öffnungs- und letztlich Klickraten.
1. DKIM-, DMARC- und SPF-Eintrag der Versanddomain setzen
Diese technischen Grundlagen sind sehr wichtig, damit Ihre E-Mail überhaupt zugestellt wird. Im Prinzip handelt es sich dabei um „Schlüsselbünde“. Die empfangenden Posteingänge können mithilfe dieser Methoden verifizieren, dass die versendende IP-Adresse vertrauenswürdig ist und es sich nicht um Spam handelt. Meist werden Subdomains der Unternehmensdomain für Newsletter-Versandsysteme genutzt, während die Hauptdomain für die 1:1-Kommunikation verwendet wird.
- name@news.postina.net statt
- name@postina.net
Antworten werden automatisch an die übergeordnete „richtige“ E-Mail-Adresse weitergeleitet.
2. Ein vertrauenswürdiger und bekannter Absender
Eine Firma kann keine E-Mails schreiben. Kommunikation erfolgt immer durch Personen. Allerdings werden insbesondere Produktempfehlungen manchmal schon komplett von KI auf Basis des Nutzerverhaltens erstellt.
- Im Geschäftskundenbereich und im Endkundenbereich ist eine Person als Absender sinnvoll, wenn persönlicher Kontakt besteht. Optimal ist der persönliche Ansprechpartner des jeweiligen Kunden. Aber auch eine feste verantwortliche Person, die dem Newsletter ein Gesicht gibt, kann eingesetzt werden. Beispiel: „Manuela Mustermann, Firma“
- Wenn die Inhalte profilbasiert automatisch erstellt werden, muss keine Personifizierung erfolgen. Oft ist auch keine persönliche Kontaktaufnahme seitens der Kunden erwünscht. In diesem Fall kann „Firmenname“ oder „News von Firma“ als Absender fungieren.
Vertrauen ist ein wichtiger Faktor für gute Öffnungsraten. Die Grundlage dafür ist Transparenz. Ein „persönlicher Touch“ hilft häufig dabei, im Posteingang der Leser zu bleiben.
3. Betreffzeilen kurz und relevant halten
Die Betreffzeile ist neben dauerhaft relevanten Inhalten der wichtigste Öffnungsfaktor. Gute Betreffzeilen sind …
- kurz (ca. 30–40 Zeichen)
- das Wichtigste zuerst
- konkret und den Mehrwert transportierend
- neugierig machend
Tipp: Erst stelle ich den Newsletter fertig und lasse mir dann von der KI zehn kurze Betreffvorschläge und dazugehörige Preheader machen. Daraus wähle ich das aus, was mir gefällt.
4. Ergänzen Sie den Betreff mit einem passenden Preheader
Der Preheader wird nur im Posteingang dargestellt, sowohl am Rechner als auch auf verschiedenen Mobiltelefonen.
- Vermeiden Sie, dass dort „Hier geht’s zur Browser-Ansicht“ steht.
- Ergänzen Sie stattdessen den Betreff des Mailings
- mit relevanten und spannenden Informationen zum Inhalt.
Der Preheader ist für den ersten Eindruck „Öffne ich oder öffne ich nicht?“ relevant, da er im Posteingang direkt unter dem Betreff angezeigt wird.
5. Versenden, wenn die Leser erreichbar sind – UND nicht zur vollen Stunde!
Auch wenn der Zeitpunkt nicht der wichtigste Aspekt ist, kann er doch ein paar Prozentpunkte ausmachen.
Eine allgemeine Orientierung:
- B2B: Dienstag bis Donnerstag von 8–11 Uhr oder 13:15–16 Uhr
- B2C: Generell wird der späte Nachmittag oder das Wochenende empfohlen
- Versandzeitoptimierungstools, die in einigen E-Mail-Softwares enthalten sind, versenden zu individuellen Zeitpunkten, basierend auf dem Öffnungsverhalten der Leser.
- A/B-Tests helfen dabei, den besten Zeitpunkt für die eigene Zielgruppe zu ermitteln.
Spannend: Eine neue Studie von Michael Kornfeld zeigt, dass E-Mailings, die nicht zur vollen Stunde versendet werden, signifikant höhere Öffnungsraten haben. Im B2B-Bereich liegt die Steigerung bei +8,1%, im B2C-Bereich sogar bei +34,1%. Hier findet ihr die Studie mit mehr Details.
6. Versandfrequenz realistisch planen
Zu viele E-Mails führen schnell zu Abmeldungen. Zu wenige E-Mails sorgen hingegen dafür, dass Ihre Marke in Vergessenheit gerät.
Eine gute Orientierung:
- Newsletter: monatlich oder zweiwöchentlich
- Aktionsmails sollten nur bei relevanten Anlässen verschickt werden.
Wichtig ist eine konsistente Versandfrequenz, damit Empfänger wissen, was sie erwartet.
7. Saubere Empfängerlisten pflegen
Die Qualität der Empfängerliste hat großen Einfluss auf die Zustellbarkeit.
Achten Sie darauf:
- inaktive Kontakte regelmäßig zu prüfen
- Bounces zu bereinigen.
- nur Kontakte mit Einwilligung oder Kunden anschreiben
Eine gepflegte Liste verbessert die Reputation und Zustellrate. Europäische Softwareanbieter bereinigen Bounces in der Regel im Hintergrund und setzen diese nach dreimaliger Nicht-Zustellbarkeit auf eine Sperrliste. Das ist wichtig, damit die Zustellbarkeit nicht leidet, und es ist auch eine datenschutzrechtliche Vorgabe des eco-Verbands.
8. Ergebnisse analysieren und optimieren
Der Versand einer E-Mail ist kein einmaliges Projekt, sondern ein kontinuierlicher Optimierungsprozess.
Wichtige Kennzahlen sind zum Beispiel:
- Öffnungsrate
- Klickrate
- Abmelderate
- Conversion
- Anteil mobiler Endgeräte
Mit A/B-Tests für Betreffzeilen, Versandzeiten oder Inhalte lassen sich viele Verbesserungen erreichen. Einmal jährlich alle Mailings im Vergleich zu betrachten, hilft dabei, Optimierungen bezüglich Betreff, Versandzeitpunkt und Inhalt abzuleiten.
Fazit:
Der Unterschied zwischen „gelesen“ und „gelöscht“ liegt im E-Mail-Marketing oft in kleinen Details. Ein klarer Absender, ein guter Betreff und der richtige Versandzeitpunkt wirken manchmal stärker als noch ein zusätzlicher Absatz im Newsletter. Technische Details sind (leider) unabdingbar, um überhaupt in der Inbox zu landen.
