16 häufige Fehler beim Gewinnen neuer E-Mail-Adressen

Noch immer machen viele Unternehmen elementare Fehler bei der Generierung von E-Mail-Adressen. Dabei ist das Gewinnen von E-Mail-Adressen auf der eigenen Website der effizienteste Weg, um das Abschmelzen des eigenen Adressverteilers zu stoppen.

Kein Double-OptIn
Sobald Sie ein Formular auf Ihrer Website haben, kann dort jeder Betrüger jede beliebige E-Mail-Adresse eintragen. Erst wenn der Inhaber der E-Mail-Adresse nachweislich zugestimmt hat, besitzen Sie eine wasserdichte Einwilligung. Dieses „doppelte OptIn“ ist Standard.

Werbung in der DOI-Mail
Die erste E-Mail, die Sie beim Double-OptIn an den Einwilligenden senden, darf noch keine Werbung enthalten, da Sie ja noch nicht im Besitz einer gültigen Werbeeinwilligung sind.

Fehlendes Impressum der DOI-Mail
Die DOI-Mail muss unbedingt seriös und vertrauenswürdig sein, sonst gibt es weniger Bestätigungen. Das wichtigste Vertrauenselement einer seriösen E-Mail ist ein komplettes Impressum.

Hinweis auf das Widerspruchsrecht fehlt
In §28 Bundesdatenschutzgesetz steht, dass der Betroffene bei der Ansprache zum Zwecke der Werbung über das Widerspruchsrecht zu unterrichten ist. Eine Einwilligung ist also nur dann korrekt, wenn Sie darauf hinweisen, dass man auch wieder abbestellen kann.

Hinweis auf Datenschutz fehlt
Wenn Sie Daten wie zum Beispiel eine E-Mail-Adresse speichern, müssen Sie auf die Zweckbestimmung der Erhebung, Verarbeitung und Nutzung hinweisen. Sagen Sie also, welche Inhalte Sie in welcher Frequenz zu versenden gedenken. Unterrichten Sie den Nutzer, wie Sie mit seinen Daten umgehen. Der Hinweis reicht aus,  Sie benötigen nicht unbedingt noch ein extra Häkchen, dass gesetzt sein muss. Ausnahme: Sie wollen mit den Daten mehr tun, als nur E-Mails versenden.

Pflichtfelder außer der E-Mail-Adresse
Sammeln Sie nur Daten, die Sie wirklich benötigen (Datensparsamkeit). Außer der E-Mail-Adresse darf es keine Pflichtfelder geben, damit anonyme Nutzung möglich ist.

Hinweis auf Newsletter, Gewinnspiel oder E-Mai-Service unterhalb des Vorschaufensters
Der Hinweis auf die Möglichkeit, sich zu registrieren, sollte auch ohne Scrollen gut sichtbar sein. Neue Interessenten sind wertvoll für jedes Unternehmen. Der Link auf den Newsletter darf weder im Menü versteckt werden noch unten auf die letzte Zeile verbannt werden.

Formular nur per Link erreichbar
Die meisten Adressen gewinnen Sie, wenn die Nutzer sofort das Eingabefeld für die E-Mail-Adresse sehen. Natürlich kann man das Formular auch per Link zugänglich machen, das bringt jedoch in der Praxis weniger Adressen.

Kein Nutzen kommuniziert
Was habe ich davon, wenn ich den Newsletter abonniere? Was verpasse ich, wenn ich es nicht tue. Finden Sie heraus, was Ihre Abonnenten an Ihren E-Mails schätzen und kommunizieren Sie das bei der Adressgewinnung.

Kein Archiv zur Vorabprüfung
Kritische Menschen wollen vorher wissen, auf was sie sich einlassen, wenn sie einem Unternehmen ihre E-Mail-Adresse geben. Zeigen Sie Beispiele Ihrer Newsletter oder Ihrer E-Mailings. Die meisten E-Mail-Versandtools haben eine Archivfunktion.

Popup statt Overlay zur Adressgewinnung
Ein Störer zu Adressgewinnung bringt viele neue Adressen. Damit er jedoch nicht von Popup-Blockern behindert wird, sollte er als Overlay programmiert werden.

Overlay wird sofort angezeigt
Overlays zur Adressgewinnung sind sehr effektiv. Sie stören jedoch, wenn sie gleich beim ersten Besuch sofort aufpoppen und man sich nicht mal die Seite ansehen kann. Bitte warten Sie bis zum zweiten oder dritten Seitenabruf, bevor Sie den Besucher bitten, sich für Ihren Newsletter anzumelden.

Overlay wird immer wieder angezeigt
Einmal fragen, ob ich den Newsletter haben will, reicht. Sie müssen das jetzt nicht bei jedem Besuch der Seite immer wieder tun. Setzen Sie einen Cookie, um Ihre wiederkehrenden Besucher für eine Weile von Ihrem Overlay zu verschonen.

Hinweis auf das Adressbuch
Oft werden Bilder nicht angezeigt oder E-Mails sogar fälschlicherweise im Spamordner abgelegt. Das beste Mittel dagegen sind treue Abonnenten, die Ihre Absenderadresse in ihr Adressbuch eintragen. Fordern Sie deshalb gleich bei der Begrüßung darauf hin, Ihre Adressen ins eigene Adressbuch zu übernehmen.

Bildverweigerern die Bilder beilegen
Oft werden Bilder aus Sicherheitsgründen nicht nachgeladen. Wenn Sie registrieren, dass bei einem Empfänger keine Bilder abgerufen werden, können Sie diesem eine E-Mail im Offline-HTML-Format zusenden. Dabei werden die Bilder nicht nachgeladen, sondern liegen der Mail als Attachment bei.

Langweilige Begrüßungsmail
Die E-Mail mit den höchsten Öffnung- und Klickraten ist Ihre Begrüßungsmail. Bitte stecken Sie viel Liebe und Herzblut in diese so wichtige E-Mail. Es ist der Beginn einer wunderbaren Beziehung zwischen Ihnen und einem neuen Interessenten. Bieten Sie etwas an, was gerne angeklickt wird.

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