Ziel der Befragung war
einerseits die Analyse aktueller Trends sowie auch der generellen
Relevanz bestimmter Themen. Die Ergebnisse wurden nach
Unternehmensgröße differenziert und mit den Ergebnissen
vorangegangener Jahre verglichen.
Befragt wurden Newsletterabonnenten von Absolit-Consulting. Die
Zielgruppe sind Online-affine Unternehmen. Die Befragung fand im
November 2008 statt. Insgesamt wurden 474 komplett ausgefüllte
Fragebögen ausgewertet.
Ergebnisse im
Überblick:
Neben Usability, SEO, E-Mail und Web-Controlling gehört nun auch
SEM zum Pflichtprogramm des Online-Marketing. Das ist eines der
Ergebnisse der aktuellen Studie „Online-Marketing-Trends 2009“ der
Unternehmensberatung Absolit. Diese fünf Instrumente werden von
über drei Viertel der 480 befragten Unternehmen eingesetzt. Am
stärksten am Kommen sind Mobile Marketing und das
Unternehmens-Engagement auf Social-Web-Portalen.
Die Studie wird seit 2006 gemeinsam mit der Rogator AG jährlich
durchgeführt. Ein
Vergleich der Werte offenbart Trends. So war das Thema Blog in der
Vergangenheit überbewertet. 2007 wollten noch knapp sechzig
Prozent der Unternehmen verstärkt bloggen; 2009 sind es nur noch
48 Prozent. „Corporate Weblogs sind ein Flop“ kommentiert Berater
Torsten Schwarz die Ergebnisse. Nur einigen wenigen Firmen gelingt es,
wirklich interessante Blogs zu betreiben. „Außer Frosta, Walther
und dem Shopblogger gibt es nur wenige Beispiele guter
Unternehmensblogs“ bemängelt Schwarz. Stark im Kommen ist auch das
Social Web. Elf Prozent mehr Unternehmen als noch 2007 wollen
verstärkt nach Möglichkeiten suchen, in Communities
Präsenz zu zeigen.
Neu bei den Pflichtaufgaben der Online-Marketer ist das Schalten von
Suchwortanzeigen (SEM). Von 67 auf 77 Prozent stieg der Anteil der
Unternehmen, die SEM einsetzen. Nur wenig verändert sind die
Themen Homepage, E-Mail-Marketing und Web-Controlling. Die Verbessung
der Nutzerfreundlichkeit (Usability) steht nach wie vor ganz oben,
gefolgt von der Optimierung für Suchmaschinen (SEO). Genau wie
E-Mail-Marketing und Newsletter ist die Bedeutung eines guten
Google-Rankings bei Online-Marketern heute unumstritten.
Die Kür des erfolgreichen Online-Marketing stellt nach wie vor der
Einsatz von Web 2.0-Instrumenten dar. Dazu gehört der Einsatz von
nutzerfreundlichen Techniken wie AJAX ebenso wie das Zulassen von
Kommentaren der Nutzer. Diese nutzergenerierten Inhalte sind für
traditionell denkende Marketingabteilungen jedoch noch immer ein
heißes Eisen.
Instrumente des klassischen Online-Marketing wie Banner und Affiliate
Marketing sind in ihren jeweiligen Bereichen Pflicht, nicht aber
flächendeckend. Wer heute mit einer klassischen Imagekampagne
Reichweite aufbauen will, setzt selbstverständlich Bannerwerbung
ein. In jüngeren Zielgruppen liegt die Mediennutzungszeit des
Internet bereits höher als TV. Affiliate-Marketing wiederum ist im
Versandhandel Pflicht. Wer online Produkte vertreibt, nutzt
selbstverständlich diese Form der erfolgsbasierten Werbung.
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