8 Kriterien für die Auswahl einer Mailing-Software

8 Kriterien für die Auswahl einer Mailing-Software

In der sich stets weiterentwickelnden Online-Welt gehört das E-Mail-Marketing zu den „alten Hasen“ der Online Marketing-Instrumente. Das kommt uns in der persönlichen Kundenkommunikation zu Gute, da bereits langjährig etablierte Versand-Tools am Markt existieren, die zuverlässig und stabil arbeiten und sich dabei stetig weiterentwickeln und verbessern. Es gibt viele gute Tools, mit unterschiedlichen Schwerpunkten. Aber generell sind die Funktionalitäten ähnlich und für den „normalen Versand“ perfekt ausreichend. Yvonne Perdelwitz von der E-Mail und Online Marketing Agentur postina.net mit den wichtigsten 8 Kriterien.

Was es zu bedenken gilt

1. Automation

Möchte ich eine Schnittstelle zu meinem CRM oder Online Shop einrichten, etwa für Trigger- und Kampagnenmails? Falls ja, reichen mir die Funktionalitäten einer vorinstallierten Standard-Schnittstelle oder brauche ich eine individuelle Programmierung.

2. Feature

Reichen mir Standard-Funktionalitäten oder brauche ich für komplexere Mailings und Kampagnen mehr? Etwa einen Kampagnenmanager, der auch nicht lineare Mailstrecken abbilden kann und eventuell sogar medienübergreifend funktioniert. Benötige ich einen vorgeschalteten Adress-Check, einen Frequenz-Optimierer, einen Interessen-Tracker oder möchte ich für GMail sogar interaktive Mailings im Google AMP-Format gestalten? Möchte ich ein integriertes Umfrage-Tool haben oder Social Media verknüpfen?

3. Darstellungs-Sicherheit

Wie wichtig ist es mir, dass die Mailings auf allen Endgeräten sauber und gut dargestellt werden? Viele Baukasten-Systeme – auch von teuren Softwares – gewährleisten keine einheitliche Darstellung auf allen Endgeräten und Bildschirmformaten.

4. Usability & Rechtevergabe

Ist die Software übersichtlich und in der Benutzerführung klar? Kommen die Verantwortlichen damit eigenständig klar? Brauche ich die Möglichkeit, Rechte einzuschränken, zum Beispiel „nur Redakteur“ ohne Adresszugriff? Oder sollen die Abteilungen jeweils nur ihre eigenen Inhalte sehen können und nicht auf Adressen und Content der anderen Abteilungen zugreifen können? Brauche ich eventuell sogar ein übergeordnetes Mandantensystem, mit dem ich Content verteilen kann?

5. Zustellsicherheit

Mit wem teile ich mir die IP Adress Range? Hat die Software eine gute Reputation oder versenden auch unseriöse Anbieter über diese? Gibt es ein Whitelisting der IP-Adressen? Wird konstant kontrolliert, dass keine der Versand-IPs auf Blacklists landet – das kann immer vorkommen – und falls es der Fall ist, werden dann sofort Gegenmaßnahmen getroffen?

6. Reportings

Wie umfangreich und übersichtlich ist die Erfolgskontrolle? Kann ich meine eigenen Mailings untereinander vergleichen? Möchte ich zielgruppenspezifisch auswerten können? Oder Conversions abbilden? Eine Erfolgs-Statistik als PDF nach Versand zugeschickt bekommen? Oder wissen, wie sich das Klickverhalten mit mobilen Endgeräten und Desktop-Anwendungen unterscheidet?

7. DSGVO-Konformität

Datenschutzrechtlich gibt es einiges zu bedenken. Das betrifft zum einen das Adressmanagement: Die Form der Protokollierung der „Anmeldung“. Aber auch ein personalisiertes Tracking des Nutzerverhaltens kann kritisch sein. Denn eine anonyme Erfolgskontrolle muss möglich oder sogar Standard sein. Aber auch Serverstandort, Sicherheitsmaßnahmen in den Serverräumen und Zugangsberechtigungen aller involvierten Mitarbeiter sind relevant.
Im deutschen Bundesdatenschutzgesetz werden einige Punkte konkretisiert, die in der DSGVO auf europäischer Ebene offengehaltenen wurden. Eine deutsche Software mit deutschem Serverstandort hat deswegen für hiesige
Unternehmen Vorteile.

8. Erreichbarer, kompetenter Support

Ein sehr wichtiger Punkt bei der Wahl einer Software ist ein kompetenter Support, der telefonisch und per E-Mail gut erreichbar ist und bei Problemen zeitnah reagiert.

Zusammenfassung:

  • Es gibt viele gute Mailing-Softwares, die sich nur in Details und
    hinsichtlich enthaltener Feature unterscheiden
  • Welche die beste ist, kommt auf die eigenen Anforderungen an
  • Ein deutsches Unternehmen mit deutschem Server-Standort ist für
    hiesige Unternehmen von Vorteil
  • Ein kompetenter und erreichbarer Support ist im Alltagsgeschäft
    wichtig

Dieser Artikel stammt aus dem Whitepaper „E-Mail Marketing kompakt“.
Weitere behandelte Themen sind: Adressmanagement, Leadgenerierung, E-Mail Erstellung: Template & Design, Versandplanung, Content, Marketing Automation, Newsletter-Kennzahlen, Spam-Filter vermeiden. Das Whitepaper kann hier kostenlos bezogen werden.

Titelbild: ImageFlow, Shutterstock

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One comment

  1. Adrian says:

    Jede E-Mail-Marketing-Software hat ihre Stärken und Schwächen. Gegenüber von bereits in anderen Systemen integrierten Standard-Lösungen haben professionelle E-Mail-Marketing-Programme deutlich die Nase vorn. Um die für Sie beste Variante zu finden, sollten Sie sich Ihren spezifischen Kriterienkatalog erstellen. Legen Sie dabei fest, welche Kriterien für Sie die wichtigsten sind. Anhand von diesen können Sie genau prüfen, welche E-Mail-Marketing-Software Ihre Anforderungen erfüllt.

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