Newsletter-Software: Nicht nur Preis und Usability zählen

Gute Newsletter-Software muss nicht teuer sein, aber bestimmten Anforderungen entsprechen. Yvonne Perdelwitz von postina.net mit wesentlichen Auswahlkriterien, die bei der Auswahl erfahrungsgemäß zu kurz kommen.

Auf der Suche nach der passenden Versandlösung stehen beim Verantwortlichen für das E-Mail Marketing unzählige Punkte auf der Liste der Anforderungen. Von guten Templates bis hin zu ausführlicher und dabei unkomplizierter Auswertbarkeit – bei möglichst geringen Kosten. Leider stehen einige der wichtigsten Kriterien oft nicht auf der Checkliste bei der Software-Auswahl. Hier die wichtigsten:

Ist die Software konform mit deutschen Datenschutzrichtlinien?

Es gibt in Deutschland ein relativ striktes Datenschutzgesetz, welches das Unternehmen im Hinblick auf den Umgang mit Kundendaten einschränkt. Das Adressmanagement einer professionellen deutschen Mailingsoftware ist zumeist dem Deutschen Datenschutzrecht entsprechend rechtskonform aufgestellt. Das betrifft insbesondere die Protokollierung der „Anmeldung“ und das personalisierte Tracking des Nutzerverhaltens.
Stehen bspw. die Server des Softwareanbieters nicht in Deutschland, gelten andere Datenschutzrichtlinien. Um als deutsches Unternehmen 100% rechtskonform mit Kundendaten zu verfahren, müssen oft zusätzliche Verträge für den Datentransfer in das jeweilige Land ausgearbeitet werden.

Ist der Anbieter Mitglied in der CSA?

Die CSA ist ein Positivlistenprojekt des Deutschen Dialogmarketing Verband DDV und des eco, Verband der deutschen Internetwirtschaft e.V.. Mit Anti-Spam Richtlinien und umfangreichen versandtechnischen Vorgaben soll sichergestellt werden, dass seriöse E-Mail Versender bei Internet Service Providern (zum Beispiel GMX, Yahoo und AOL) nicht als Spam geblockt werden und somit gar nicht erst an das persönliche E-Mail Postfach der Empfänger ausgeliefert werden.

Negativ-Einträge bei der CSA?

Ein Hinweis darauf, wie ernst es der Versender mit seinen Anti-Spam-Richtlinien nimmt, gibt die Anzahl der Rügen, die er bei der Certified Sender Alliance (CSA) hat. Eine Liste der mehrfach gerügten Softwareanbieter finden Sie hier.


Reputation der Versand-IPs und Anti-Spam-Politik?

Ein wichtiger Faktor bei der Zustellbarkeit von Newslettern ist die Reputation der IP der Mailserver, mit denen er versendet wird. Die vom Software-Anbieter genutzten Versand-IPs sollten sicherheitshalber angefragt werden und kurz getestet.

Professionelle Anbieter von E-Mail Software haben eigene strenge Anti-Spam-Richtlinien, die man als User unterschreiben muss. Wird diesbezüglich beim günstigen Anbieter einer Versandsoftware nichts unternommen, sollte man Abstand halten auch wenn kostenloser Versand lockt. Denn haben Dienstleister keine strikten Anti-Spam Richtlinien und (für sie kostenintensive) Kontrollen, versenden bald viele unseriöse Versender und Spammer über deren Mailserver und somit Versand-IPs. Die Reputation der betroffenen Server sinkt und bald kommen auch Newsletter unbescholtener E-Mail Marketer nicht mehr durch die einschlägigen Spam-Filter, weil sie zufällig die gleichen Mailserver- und somit Versand-IPs nutzen, wie die schwarzen Schafe.

Angemessener Support?

Wichtig sind Art der Kundenbetreuung und zugesicherte Bearbeitungs-Zeitfenster. Wer professionell und fristgerecht versenden möchte, braucht bei Fragen und Problemen zeitnahen Support und muss wissen, dass zum Beispiel auch kostenpflichtiger „Premium-Support“ eines beliebten Anbieters von „Billig-Software“ immer noch Wartezeiten bis 48 Stunden bedeuten kann. Auch kann es sein, dass es nach Vertragsabschluss schwierig wird, „mal eben“ telefonisch Hilfe zu erhalten, wenn es entweder schnell gehen muss, oder das Problem zu umfangreich ist für ein „Hin und Her“ per E-Mail.

TIPP: Wer sich für einen Anbieter von Newsletter Versand-Software entscheiden muss, findet eine ausführliche Checkliste als Auswahlhilfe dazu im kostenlosen Whitepaper „E-Mail Marketing – Agentur nutzen oder Selbermachen“?

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