Online mehr verkaufen

An dieser Stelle berichtet die Agentur postina.net ihre Erfahrungen. Heute Yvonne Perdelwitz jahreszeitengerecht über das Online-Weihnachtsgeschäft.

Das boomt nämlich. 2009 wurde online erstmals mehr umgesetzt als im herkömmlichen Vers

andhandel. Online eingekauft wurde 2009 am meisten montags und vor allem von Frauen.

Letztes Jahr wurden erstmals – im Vergleich zu Telefon und Post – mehr Weihnachtsgeschenke online erworben. Im November und Dezember 2009 wurden laut Bundesverband des deutschen Versandhandels (BVH) 3,1 Milliarden Euro umgesetzt. Der herkömmliche Versandhandel erreicht im Vergleich dazu lediglich einen Umsatz von 2,7 Milliarden Euro.
Online wird alles gekauft, was sich gut versenden lässt, besonders beliebt sind Bücher, CDs, DVDs, Elektronik, Bekleidung und Tickets.
Drei einfach umzusetzende Tipps zur weiteren Umsatzsteigerung in Online-Shops:

TIPP 1: Versenden Sie Newsletter am Montagmorgen … und vergessen Sie nicht die Zielgruppe Frau!

Laut dem brandneuen E-Commerce-Report 2010 der Deutschen Card Services, der über 24 Millionen Online-Kauftransaktionen auswertet, ist Montag der kaufstärkste Tag im E-Commerce, gefolgt von Dienstag und Mittwoch. Samstag hingegen werden mit Abstand am wenigsten Umsätze verbucht.
Über 50% der deutschen Online-Umsätze verteilen sich dabei auf die Kern-Arbeitszeit von 8-18 Uhr. Von 10-18 Uhr mit einem relativ konstanten Wert von 12% je 2h. Die Spitzezeit der Kaufaktivität mit 13,68% aller täglichen Kaufvorgänge ist zwischen 20 und 22 Uhr.
Daraus resultiert: Den Newsletter mit Shop-Angebote unbedingt am Anfang der Woche versenden. Über den Tag hinweg wird in Deutschland bereits viel online eingekauft. Möchte man den kompletten täglichen Kaufzyklus nutzen, sollte in den Morgenstunden versendet werden.

Übrigens sehr spannend: Wussten Sie, dass Frauen die Männer im E-Commerce im Laufschritt überholt haben? Mit einem Anteil von 52,46% an allen Kaufvorgängen liegen sie in Deutschland vorne. Durchschnittlich ist ihr Warenkorb auch noch größer. 2004/2005 lag ihr Anteil noch bei 33,29%.
Eine Zielgruppe, die es nicht zu vergessen gilt – wir shoppen eben einfach gerne …

Kaufverhalten nach Wochentag
Kaufverhalten nach Wochentag

Kaufvorgänge nach Uhrzeit und Geschlecht
Kaufvorgänge nach Uhrzeit und Geschlecht

TIPP 2: Simpel aber nützlich – platzieren Sie mehrere Warenkorb-Buttons

Meist ist der „In den Warenkorb“-Button oben, beziehungsweise oben rechts platziert. Liest der Interessierte aber Einzelheiten oder Userbewertungen, scrollt er schnell weit nach unten auf der Website und der Warenkorb rückt in weite Ferne. Das ist unhandlich und kontraproduktiv. Fragen Sie auch hier, ob der User kaufen möchte: platzieren Sie am Seitenende einen weiteren Warenkorb.

Wie zum Beispiel hier bei Torsten Schwarz’ aktuellem Leitfaden WOM-Marketing

TIPP 3: Nur noch zehn Exemplare verfügbar – machen Sie auf den knappen Lagerbestand aufmerksam

Knapper Lagerbestand LufthansaSie kennen das vielleicht von sich selbst: Ist das gewünschte Stiefelpaar nur noch einmal in meiner Größe da, dann warte ich nicht auf den Schlussverkauf, sondern schlage direkt zu. Warum sich diese Mechanismen nicht zunutze machen. Wenn nur noch wenige Artikel auf Lager sind, zeigen Sie die Stückzahl an. Der Besucher wird so animiert, sofort zu bestellen.

Nebenstehend sehen Sie, wie Lufthansa mit dieser „Verlustangst“ seiner Kunden im Online-Shop arbeitet.

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