Rätselraten

Yvonne Perdelwitz von der E-Mail & Online Marketing Agentur postina.net über eine erboste Beschwerde und wie Kleinigkeiten zu einer aufwendigen Fehlersuche führen.

Screenshot Dr. Torsten SchwarzEine E-Mail und ihre Folgen

Vor zwei Wochen erreichte uns eine E-Mail von Dr. Torsten Schwarz mit dem Hinweis, dass das E-Mail-Templates von absolit defekt sei, denn die Texte seien in der mobilen Version nun noch schlechter lesbar als vor der mobilen Optimierung.

Wir antworteten ganz arglos, dass wir wegen der Zweispaltigkeit des Newsletters einen Kompromiss bei der Textgröße machen mussten und nicht die komfortable 13px Schriftgröße einsetzen konnten, wie sonst meist, sondern uns auf die immer noch gut lesbare 12px Schriftgröße geeinigt hätten. So würden auch lange Wörter in die schmale rechte Spalte passen. Ob wir das ändern sollten.
Darauf kam die ungehaltene Nachfrage: „Haben Sie die Screenshots gesehen?“

„Ups.“ Die mobile Version auf seinem Screenshot war gar nicht die mobile Version. Auf dem neuen iPhone 5 von Dr. Torsten Schwarz landet die proportional verkleinerte Desktop-Version. Und diese war wirklich nicht zu entziffern.

Wir testeten intern und ließen das Mailing durch den Zustellbarkeitstest laufen. Das Mailing sah auf allen gestesteten iPhone-Varianten gut aus. Wir machten einen Live-Umgebungs-Test und schickten den Newsletter an unsere eigenen Smartphones. Wir alle erhielten die wunderbar lesbare mobile Version.

Darauf riefen wir im absolit-Büro an. Ob sie die E-Mail am Desktop geöffnet und dann ans Smartphone weitergeleitet hätten? „Nein.“ „Haben Sie besondere Einstellungen beim E-Mail-Programm Ihres Handys vorgenommen?“ „Nein. Einfach die Werkseinstellungen.“
Doch wir stellten schließlich fest, dass die Mailings nicht direkt an die E-Mail Adresse seines Smartphones gesendet wurden, sondern an eine andere E-Mail Adresse, die eine automatische Weiterleitung an das Smartphone enthielt.

Wir riefen beim Support der für absolit genutzten Mailingsoftware Agnitas an, die kürzlich ein Update des Template-Editors gefahren hatte. „Was kann passiert sein? Kann es ein Problem im Template sein? Bei der Geräteerkennung?“
Nein, das Template sei in Ordnung und auch von uns korrekt programmiert, ein technischer Fehler sei auszuschließen. Doch schließlich die rettende Idee: Eine automatische E-Mail-Weiterleitung könne schon reichen, um CSS-Befehle (mit denen die Smartphones angesprochen werden) nicht komplett beizubehalten.

Wir baten also Dr. Torsten Schwarz, die automatische Weiterleitung zu entfernen beziehungsweise als E-Mail Adresse direkt diejenige seines Smartphones anzugeben. Und siehe da … DES RÄTSELS LÖSUNG.

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