29 Prozent mehr Firmen nutzen E-Mail-Marketing

Laut Deutsche Post Dialog Marketing Monitor 2009 nutzten 2008 18 Prozent der deutschen Unternehmen E-Mail-Marketing. Ein Jahr davor waren es nur 14 Prozent.

Deutsche Unternehmen gaben im Jahr 2008 29,9 Milliarden Euro für Werbung durch Dialog Marketing-Medien aus. Insgesamt wurden für das Dialog Marketing rund 51 Milliarden Euro aufgewendet, das sind rund zwei Drittel aller Werbeausgaben. Damit ist Werbung, bei der ein Dialog mit den Kunden im Fokus steht, wie zum Beispiel bei adressierten Werbesendungen oder Telefonmarketing, weiterhin die  populärste Werbeform.  Das ist ein Ergebnis des neuen „Dialog Marketing Monitor 2009“ der Deutschen Post.

Nach jahrelangen Wachstumsraten gingen 2008 parallel zur gesamtwirtschaftlichen Entwicklung erstmalig die Aufwendungen für Werbung in Deutschland leicht zurück. Insgesamt wurden im vergangenen Jahr 80,9 Milliarden Euro für Werbung ausgegeben – 2007 waren es noch 83,2 Mrd. Euro. Dies entspricht einem Rückgang um 2,8 Prozent. Das trifft auch das Dialog Marketing über Medien, dessen Umsatz um rund fünf Prozent gesunken ist. „Insgesamt hat das Dialog Marketing, eine der Kernkompetenzen der Deutschen Post, aber weiterhin einen sehr hohen Stellenwert,“ so Bohlken.

Während im Bereich der traditionellen Dialog Marketing-Medien Werbesendungen und Telefonmarketing die Nutzerzahlen konstant bis rückläufig sind, verzeichnet das Online-Marketing Zugewinne. Der eigene Internetauftritt ist dabei der hauptsächliche Treiber für den hohen Nutzeranteil beim Dialog Marketing insgesamt.

Die umfassende jährliche Untersuchung „Dialog Marketing Monitor“ hat in ihrer aktuellen Ausgabe neue Bereiche und Unternehmen integriert: Da der Bereich Online-Marketing einen zunehmenden Raum einnimmt, wurden erstmals Affiliate-Marketing (Kooperationen in Marketing und Vertrieb) und Online-PR/Öffentlichkeitsarbeit in die Erhebung mit einbezogen. Damit wurde der Detaillierungsgrad für das Online-Marketing erhöht. Außerdem wurde der Fokus der Studie erstmalig um Unternehmen mit weniger als 0,25 Mio. Euro Jahresumsatz erweitert und vollständig in die Analysen für den Gesamtmarkt integriert. Somit ermöglicht der Dialog Marketing Monitor nun einen Überblick über den gesamten deutschen Werbemarkt.

Der eigene Internetauftritt stellt mit unverändert fast zwei Drittel der Unternehmen die nutzerstärkste Medienform dar. Dabei beschränken sich die Homepages in den meisten Fällen auf eine bloße Informationsbereitstellung. Die vielfältigen Möglichkeiten per Website in den Kundendialog zu treten, schöpfen nur wenige Unternehmen voll aus: Nur jedes zweite Unternehmen bietet die Möglichkeit, auf seiner Website Informationsbroschüren zu bestellen, jedes fünfte Unternehmen hat einen Online-Shop und nur jedes achte Unternehmen eine interaktive Kommunikationsplattform.

Grundsätzlich ist die Attraktivität des Internets aber ungebrochen: Die Nutzeranteile bei der Online-Werbung steigen in allen Medien (E-Mail-Marketing, Internet auftritt und externes Online-Marketing),jedoch wird pro Unternehmen durchschnittlich weniger investiert.

2008 nutzen mehr Unternehmen E-Mail-Marketing als Form des Dialogmarketings als noch 2007, jedoch liegt die Verbreitung weiterhin bei unter 20 %. Die Gesamtaufwendungen sind aufgrund der geringeren durchschnittlichen Aufwendungen trotz steigender Nutzerzahlen etwas gesunken. Zu bedenken ist dabei der gleichzeitige Trend zum stärkeren Outsourcing bei diesem Medium: Die externen Kosten insbesondere für Planung und Konzeption sowie Produktion von E-Mails steigen an. Der Schritt nach außen mag zum einen zu größerer Professionalität, zum anderen aber auch zur Kostensenkung beitragen. Mit steigender Unternehmensgröße nimmt auch beim E-Mail-Marketing der Nutzeranteil zu, bei der höchsten Umsatzklasse liegt er 2008 bei knapp einem Drittel.

E-Mail-Marketing-Nutzer nach Branchen
E-Mail-Marketing-Nutzer nach Branchen

Für den „Dialog Marketing Monitor 2009“ befragte das Meinungsforschungsinstitut TNS Infratest 19 werbeintensive Unternehmen direkt und 3.318 Unternehmen im telefonischen Interview. Ausgearbeitet wurde die Untersuchung gemeinsam mit dem Market Research Service Center (MRSC) der Deutschen Post. Den „Dialog Marketing Monitor“ können Sie kostenlos unter www.deutschepost.de/dmm herunterladen.

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2 comments

  1. Rene says:

    Der Zuwachs bei den externalisierten Kosten freut mich. Es scheint sich zunehmend „herumzusprechen“, das für professionelles E-Mail-Marketing in technischer wie auch konzeptioneller Hinsicht sehr spezifisches Know-how erforderlich ist. Dies ist oftmals nicht auf den ersten Blick ersichtlich, da das reine Erstellen und Versenden von E-Mails ja an sich „ein Kinderspiel“ ist…

    In diesem Sinne:
    „Go E-Mail, go E-Mail, …“ *mit_Quasten_wedel*

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