Der Kurznachrichtendienst Twitter
ist absolut simpel und genau darauf beruht der Erfolg. Die Nachrichten
verweisen oft auf Webseiten und sind daher auch für Suchmaschinen
relevant.
Wer als Unternehmen den Kontakt zum Markt behalten will, sollte eine
eigene Strategie zum Umgang mit Twitter entwickeln. Denn die Nutzer
sind längst aktiv in dieser Einfachvariante des Social Web. Damit
beginnen die nur 140 Zeichen langen Nachrichten auch für
Unternehmen relevant zu werden. Für Öffentlichkeitsarbeit,
Vertrieb und Kundenservice kann das neue Medium eingesetzt werden. Hier
finden Sie die wichtigsten Schritte zur eigenen Twitter-Strategie.
Den eigenen
Namen
sichern
Wer im Web zu spät kam, dessen Domainname war vergeben. Die
Domainregistrierung ist jedoch eine Hürde. Bei Twitter lässt
sich ein Name mit wenigen Mausklicks reservieren: Vier Formularfelder
ausfüllen – fertig. Also gleich den Unternehmensnamen registrieren.
Beobachten
Nun beobachten Sie, wie andere Unternehmen Twitter für sich
nutzen. Unter talkabout.de/twitter/top-100
finden Sie die
aktivsten. Legen Sie sich – wenn Sie wollen unter Pseudonym – ein
Twitterkonto an, mit dem Sie den für Sie relevanten Unternehmen
und Personen folgen. Sie können später Ihren Namen immer noch
ändern, oder ein neues Profil anlegen. Für jedes neue Profil
benötigen Sie eine eigene E-Mail-Adresse. Niemand zwingt Sie
übrigens, selbst zu twittern. Wer was zu welchem Thema twittert,
sehen Sie, wenn Sie unter search.twitter.com nach einem Stichwort
suchen. Machen Sie sich nun ein Bild davon, was Sie selbst twittern
könnten. Welche Dinge könnten Ihre Follower interessieren?
Wollen Sie reine Informationen versenden, oder den direkten Dialog
suchen? In jedem Fall sollten Sie beobachten, was über Ihr eigenes
Unternehmen getwittert wird: http://search.twitter.com/search?q=absolit
Ziel definieren
Was wollen Sie damit bezwecken, dass Sie auf Twitter aktiv sind? Wollen
Sie einfach nur dabei sein, oder Ihre Reichweite erhöhen? Wollen
Sie neue Kunden gewinnen oder mit bestehenden ins Gespräch kommen?
Wollen Sie Twitter als Vertriebskanal nutzen oder wollen Sie Ihre
Zielgruppe besser verstehen lernen? Dell gelang es, für sein
Outlet einen Fanclub aufzubauen. Die Telekom wickelt Ihren
Kundenservice über Twitter ab. Otto versucht, seine Kunden besser
zu verstehen. Zumindest Marktforschung sollten Sie in jedem Fall
betreiben. In den USA twittern viele Kunden, wenn sie eine Frage oder
einen Kommentar zu einem Unternehmen haben.
Zielgruppen
definieren
Wer wird Ihre Einträge lesen? Sind es Kunden oder Interessenten?
Gibt es in Ihrer Zielgruppe überhaupt Menschen, die Twitter
nutzen? Oder sind es nicht etwa einige wenige Multiplikatoren, die es
für Sie interessant machen, in Twitter aktiv zu werden.
Journalisten nutzen Twitter heute sehr stark als Rechercheinstrument.
Interessante Twittereinträge werden oft auch in Suchmaschinen
angezeigt. Die reine Followerzahl ist nicht wichtig. Entscheidend ist,
wie viele Multiplikatoren darunter sind. Erfolgreich sind Sie, wenn
Ihre Einträge von den richtigen Menschen gelesen und
weitergeleitet (retweetet) werden.
Inhalte finden
Wenn Sie nichts zu erzählen haben, kommen keine Leser. Relevanz
ist wie bei einem E-Mail-Newsletter auch bei Twitter oberstes Gebot.
Folgende Möglichkeiten gibt es:
- Produkt- und Sonderangebote á la Dell oder Lidl
- News aus der Branche oder aus Ihrem Unternehmen
- Verweise auf interessante Webseiten und Blogeinträge
- Fachliche Gedanken, die Sie persönlich beschäftigen
- Einblicke in Ihre privaten Aktivitäten
Sicher schafft es Vertrauen, wenn man Mitarbeiter auch einmal als
Menschen kennen lernt. Aber kann ein deutsches Unternehmen mit solch
unkontrollierbarer Unternehmenskommunikation umgehen? In jedem Fall
empfiehlt sich ein Redaktionskonzept, das klar definiert wer wie
über was twittern darf. Sobald Sie ein klares Ziel und ein
Inhaltskonzept haben, kann es losgehen. Mehrmals in der Woche oder
sogar mehrmals täglich versorgen Sie Ihre Follower mit
Informationen. Sie können auch diskutieren. Schauen Sie
regelmäßig nach, ob Ihnen jemand antwortet. Sie können
auch selbst antworten, indem Sie „Antworten“ drücken oder einen
Eintrag mit dem Namen des Adressaten beginnen und ein @ davor setzen.
Auch können Sie interessante Beiträge anderer an Ihre eigenen
Follower weiterleiten. Dazu drücken Sie auf „Retweet“ oder setzen
Sie noch ein „RT“ vor das @.
Absender
festlegen
Wer soll bei Ihnen eigentlich twittern? Fünf Optionen stehen zur
Auswahl:
Sie haben als Unternehmen einen einzigen Twitterfeed
Sie betreiben mehrere Feeds, z.B. für Presse, Bewerber oder als
Servicekanal
Sie sind anonym nur unter dem Unternehmensnamen ohne Nennung von
Personen
Sie zeigen in Ihrem Unternehmensfeed, welche Personen dort twittern
Sie twittern nicht mit Unternehmenslogo, sondern mit Ihrem Namen und
Foto, sagen aber ganz klar, für welches Unternehmen Sie arbeiten.
Aufwand
abschätzen
Wie viel Aufwand ist Ihnen Twitter wert? Wollen Sie wirklich zehnmal
täglich etwas schreiben? Wollen und können Sie auf alle
Anfragen anworten? Twitter ist als Instrument sicher wenig sinnvoll,
wenn wochenlang Funkstille herrscht. Erläutern Sie Ihr Konzept in
der „Biografie“, die auf der Seite angezeigt wird.
Der größte Aufwand entsteht durch das Eingehen auf Menschen,
die den Dialog suchen. Immer mehr Unternehmen leisten es sich, in
diesen Dialog einzusteigen. Der Erfolg ist weniger eine direkte
Umsatzsteigerung als vielmehr der Imagegewinn des Unternehmens. Es gibt
eine Reihe von Werkzeugen, die den Umgang mit Twitter vereinfachen.
Hier eine Auswahl: http://tweetdeck.com
für den besseren Überblick am Desktop http://cotweet.com
wenn mehrere Mitarbeiter des Unternehmens twittern http://twitterfeed.com
um RSS-Feeds wie Pressemitteilungen automatisch zu twittern http://mediafunnel.com
Stichworte beobachten und publizieren in einem Tool
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In 7 Schritten zum Twitter-Profi
Der Kurznachrichtendienst Twitter ist absolut simpel und genau darauf
beruht der Erfolg. Die Nachrichten verweisen oft auf Webseiten und sind
daher auch für Suchmaschinen relevant.
Autor: Dr. Torsten Schwarz