Backscatter-Spam

Seit einigen Monaten beobachten die Experten von Retarus eine Besorgnis erregende neue Entwicklung bei den Versendern unerwünschter E-Mail-Werbesendungen:

immer häufiger nutzen diese existierende E-Mail-Adressen als Absender, um ihre Spam-Mails zu tarnen. So entstehen sogenannte Backscatter, die das Volumen des nutzlosen Mailverkehrs vervielfältigen. E-Mail-Anwender finden immer häufiger Nachrichten in ihrem Posteingang, die sie keinem ihnen bekannten Absender zuordnen können: So wäre beispielsweise der ihnen unbekannte Herr X erst am kommenden Montag wieder im Büro, die Mitteilung an Frau Y – ebenfalls unbekannt – könnte nicht zugestellt werden oder der Viren-Scanner der – nicht minder unbekannten – Firma Z hätte in einer an sie gerichteten Mail einen Virus gefunden.

In all diesen Fällen ist der Anwender das Opfer von Backscatter geworden. Backscatter entsteht, wenn die Versender sogenannter Spam-Mails ihre unerwünschten Werbesendungen tarnen, indem sie sie mit real existierenden E-Mail-Adressen als Absender versenden. Ziel ist es, Spam-Filter zu umgehen, die eben diese Absender-Adresse auf Plausibilität prüfen und als Positiv Merkmal für ihre SPAM Erkennung verwenden. Hat eine E-Mail einen gültigen Absender, steigt die Wahrscheinlichkeit, dass es sich bei der Nachricht nicht um SPAM handelt.

Dies ist zunächst einmal für den Empfänger der Spam-Mail lästig, denn er muss die unerwünschten Meldungen aussortieren und löschen. Zudem aber entstehen Backscatter, wenn der Mail-Server des Empfängers dem vorgeblichen Absender die genannten Abwesenheits Benachrichtigungen oder „Non Delivery Notifications“ schickt. So vervielfältigt sich die Last sinnloser Nachrichten, die schon jetzt Mail-Server, Mailboxen und Leitungen verstopfen, noch zusätzlich.

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