Smartphones everywhere … Newsletter auf mobilen Endgeräten

An dieser Stelle berichtet die Agentur postina.net ihre Erfahrungen. Heute Julia Nati über die Anpassung von Newslettern für die mobile Nutzung.

Marketer sehen sich längst der Tatsache gegenüber, Mailings auch für die mobile Nutzung anpassen zu müssen. Denn die Gruppe der Menschen, die E-Mails auf mobilen Endgeräten empfangen und lesen, ist im stetigen Wachstum. Der Trend ist unübersehbar – wer sich im öffentlichen Raum bewegt, wird dies schon selbst festgestellt haben. Egal ob in der U-Bahn, im Zug, an Flug- oder Bahnhöfen … Smartphones everywhere.

Die Statistiken belegen den Trend: Nach Angaben des Statistisches Bundesamtes hat die mobile Internetnutzung im Vergleich zum Vorjahr um 78 Prozent zugenommen. Im Januar von comScore MobiLens veröffentliche Daten zeigen, „dass im 3-Monats-Durchschnitt […] Smartphone-Nutzer in Deutschland bereits 23 Prozent aller Konsumenten ausmachten – und ihr Anteil wächst rapide. Im vergangenen Jahr ist ihre Zahl mit 5,1 Millionen neuen Usern um 65 Prozent gewachsen.”

Dennoch stecken wir in Deutschland in diesem Bereich im Vergleich zu den USA noch in den Kinderschuhen. Aktuell beschäftigen wir uns vornehmlich mit der optimalen Darstellung auf Smartphones & Co. Vor uns liegen spannendere Aufgaben, etwa der Umsetzung von auf mobile Nutzung angepassten Marketing-Kampagnen, mit dem Fokus auf Sales oder Markenbildung. Auch wird die Entwicklung von Cross-Media-Strategien in Zukunft eine immer wichtigere Rolle spielen.

Aber wie so oft – der Beginn ist mühsam und erfordert größere Sorgfalt. Insofern ist die aktuelle „erste Phase” des mobile Marketings, die sich viel mit Darstellung und Usability beschäftigt, grundlegend wichtig.


Ein immer größerer Teil von Newsletter-Lesern wird mobil – wir als „Macher” versuchen dies beim absolit-Newsletter in gewissen Teilen zu berücksichtigen.

1. INHALT
Wichtiger als je zuvor wird der Slogan „Content is King”. Was schon immer galt, wird jetzt nur noch essentieller: Daher versucht Torsten Schwarz relevante Inhalte auszusuchen, die dem Leser einen klaren Mehrwert bringen.

Hierbei gilt: Versetzen Sie sich in die Lage Ihres Lesers. Er ist unterwegs und möchte auf den ersten Blick erkennen, was Sie im sagen möchten. Dann wird er entscheiden:

• Interessant, jedoch viel > lese ich später am PC erneut
• Unleserlich oder nicht-relavante Infos > lösche ich sofort
• Hoch-aktuell > antworte/reagiere sofort

2. DARSTELLUNG
Darstellungstest über Darstellungstest. Leider ein leidliches Thema, um das man aber auch nicht herumkommt. Neben den zahlreichen Mailprogrammen, testen wir vor Versand des absolit-Newsletters mit dem in unserer Mail-Software integrierten Tool auch die Darstellung auf einigen mobilen Geräten. (Markanteile in Deutschland: Nokia Symbian 47,7%, Apples iPhone OS 19,5%, Microsoft 13,7% Quelle: comScore MobiLens).

Darstellungstest
Darstellungstest

Vorschau mobil

Layout: Beim Entwurf des absolit-Newsletters wurde auf eine klare Struktur geachtet. Dies vereinfacht dem User das Lesen. Eine Alternative für die Zukunft könnte sein, eine noch schlichtere und verkürzte Form des Newsletters mit nur einer Spalte für die mobile Nutzung anzubieten.

Links: Die verwendeten Links sind im absolit-Newsletter farbig und klar als solche zu erkennen. Eine Häufung von Links sollte mit Rücksicht auf den „Fingerklick” statt Mausklick vermieden werden. In bestimmten inhaltlichen Bereichen, etwa bei den Terminen im absolit-Newsletter, ist dies nicht zu vermeiden. Hier kann man auf einen geeigneten Zeilenabstand achten.

3. SONSTIGES
• Beim absolit-Newsletter versuchen wir die Größe so gering wie möglich zu halten (derzeit etwa 65 KB) und nehmen dabei Rücksicht auf die derzeit langsamere Übertragungsgeschwindigkeit und die teilweise (leider) teuren Verbindungspreise ohne Flatrate. Bilder werden dafür so stark wie möglich skaliert.

Das sind soweit erste Ideen und Ansätze. Denn da es für Deutschland in diesem Bereich kaum Literatur bzw. Beispiele gibt, gilt es für jeden Anbieter, eigene Erfahrungen zu sammeln. Auch wir stecken in den Kinderschuhen, eine Strategie für „mobil“ gibt es dezeit (noch) nicht – für Hinweise, Ideen und Erfahrungsberichte in diesem Bereich sind wir dankbar. Kommentieren Sie einfach diesen Beitrag …

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